Fruchtiger Flammkuchen

Ganz schnell ein Rezept zum Wochenende. Ohne Schnörkel und abgerundete Ecken, ohne bunte Schrift oder neckische Blätterstempel. Ein Rezept, ein paar Bilder und das muss Euch reichen, ihr gierigen Schlunde. Kleiner Scherz, ich hab bloß wenig Zeit zur Zeit, will meinen Blog aber weiter speisen, er nimmt nämlich gerade wieder ab. Als denn- ein fruchtiger Flammkuchen, lecker und schnell gemacht, sehr sommerlich, falls das Wetter nun doch schön wird. Lasst ihn Euch schmecken und genießt das Wochenende!

 

Fruchtiger Flammkuchen

Zutaten (für 1 großes Blech oder 4 tellergroße Flammkuchen)

  • 10 g Hefe
  • 120 ml lauwarmes Wasser
  • 100 g Dinkelmehl
  • 100 g Weizenmehl plus 30 g zum Arbeiten
  • 1 EL (Oliven-) Öl
  • 1 gute Prise Salz

 

Für den Belag

  • 4 EL Créme Fraîche
  • Salz, Pfeffer
  • 2 reife, leckere Pfirsiche oder Nektarinen
  • 150 g Blaubeeren
  • 50 g Rucola
  • ca. 100 g Parmesan

 

Zubereitung

  1. Für den Teig die Hefe in das lauwarmes Wasser bröckeln und auflösen. Beide Mehlsorten in eine Schüssel sieben und mit dem Hefewasser mischen. Öl und Salz hinzufügen und zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Abgedeckt an einem warmen Ort etwa 30 Minuten gehen lassen.
  2. In der Zwischenzeit den Belag vorbereiten: Die Beeren und Pfirsiche waschen, letztere In dünne Spalten schneiden, vorher natürlich vom Kern befreien. Den Rucola waschen und trocken schleudern und den Parmesan dünn hobeln. Den Ofen auf 250°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  3. Nach den 30 Minuten den Teig kurz durchkneten und auf Backblechgröße ausrollen, auf ein- mit Backpapier ausgelegtes- Blech geben. Oder den Teig in vier gleich große Stücke teilen und 4 Fladen ausrollen und auf zwei Backbleche legen. Den Teig in jedem Fall mit der Créme Fraîche bestreichen, gut salzen und pfeffern und die Pfirischspalten und die Beeren darüber verteilen. Eventuell schon etwas Parmesan darüber verteilen, aber unbedingt noch etwas zurückbehalten.
  4. Die Böden/ Den Boden im heißen Ofen für ca. 5-7 Minuten backen, bis die Blaubeeren aufgeplatzt und der Teig gegart ist. Aus dem Ofen holen und gleich mit dem Rucola und dem (restlichen) Parmesan veredeln, zeitnah servieren.

 

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maike am 17. August 2012 in Herzhaftes, vegetarisch

Blaubeer- Zitronen- Tartelettes

Bevor ich vom obigen Rezept fasele, hier mal ganz schnell ein Bild von meinem Erdbeeressig, den ich angesetzt habe. Wollt ihr das auch? Das feine Aroma der Erdbeerchen für die Ewigkeit für einige Monate einfangen und zu Salaten genießen? Dann setzt jetzt, ganz schnell, mit den letzten verfügbaren Beeren auch solchen Essig an. Wie‘ s geht? Ganz einfach, mit 300 g Erdbeeren, gewaschen, geputzt und, bei enormer Größe, halbiert in ein Gefäß gegeben (1l Füllmenge reicht gerade so aus) und mit 500 ml Weißweinessig begossen. Nun für 4 bis 6 Wochen an einem hellen Ort ziehen lassen, dann erzähl ich Euch mehr. Oder ihr surft rüber zu Steph, die hat‘ s nämlich bereits vorgemacht und mich dazu angestiftet.

Sooo… weiter geht’s, jetzt, wo der Essig angesetzt ist. Womit noch mal? Ach ja, klar, mit den lecker feinen Blaubeer-Zitronen-Tartelettes. Denn auch wenn die Erdbeeren ihre letzten sonnigen Tage countdownartig runterzählen, haben die Blaubeeren gerade Hochsaison. Eigentlich spreche ich natürlich von Kulturheidelbeeren; nicht ganz so aromatisch, wie die wilden Waldfrüchtchen, aber nicht minder lecker. Hier drängeln sie sich auf einem Bett von Zitronencreme, dem grandiosen Lemon Curd nicht unähnlich, die wiederum auf einem simplen Mürbteig ruht. Und weil das noch nicht reicht, toppen wir das Ganze mit luftigem Baiser, das auch noch zärtlich mit dem Flambiergerät gebräunt wurde. Puh… Klingt anstrengend, ne? Ist es aber nicht, geht sogar relativ schnell von der Hand. Und schmeckt! Unheimlich gut!

Man sieht es vielleicht auf dem ein oder anderen Bild- der/das Baiser (?) ist… etwas in sich zusammen gefallen, sieht nicht mehr ganz so trendy aus. Tja, manchmal hat man eben Pech und mitten im Shooting fällt der Akku aus. Am nächsten Tag sehen die Tartes dann eben nicht mehr taufrisch aus, schmecken aber trotzdem sehr fein. Also, ran an den Bunsenbrenner (Das war übrigens auch eine Sache… Fauchende Flammen finde ich seit einem denkwürdigen Erlebnis an der Ostsee in Zusammenhang mit einem Campingkocher relativ unangenehm und zierte mich doch sehr, das Ding anzuschmeißen; nun bin ich aber furchtlos und flambiere, was das Zeug hält.)… Noch mal: Ran an den Bunsenbrenner und weißen Eischnee in aufregend karamellisierte Gebilde verzaubert. Dazu: Leckere Tarte genießen, passend zur Blaubeersaison. Euch einen schönen Tag! : )

Ach ja, das Rezept habe ich aus 3 Rezeptteilen zusammengesetzt. Ich gebe dann einfach gleich die Quellen an.

 

Blaubeer- Zitronen- Tartelettes mit schick gebräuntem Baiser

Zutaten (für 4- 6 Tartelettes mit 10cm Durchmesser; bei mir waren es vier, aber ich hatte auch Teig über)

Für den Teig (nach Sweet Dreams Magazin, Sommerausgabe)

  • 250 g Mehl
  • 150 g Butter
  • 75 g Zucker
  • 1 Ei
  • Hülsenfrüchte zum Blindbacken

Für die Zitronencreme (gleiche Quelle, einige Seiten weiter, in der Brombeerabteilung)

  • 60g Speisestärke
  • 4 Eigelb
  • 120 g Sahne
  • 160 g Zucker
  • 120 ml frisch gepresster Zitronensaft
  • 15 g Butter

Für Belag und Schnee (Meringuetopping nach Martha Stewart, aber verbesserungswürdig)

  • etwa 200 g Blaubeeren (aka Kuturheidelbeeren)
  • 4 Eiweiß
  • 1 Prise Salz
  • 100 g Zucker

 

Zubereitung

  1. Für den Teig alle Zutaten gut miteinander verkneten, den Teig in Frischhaltefolie einrollen und 30- 60 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.
  2. Währenddessen schon mal die Zitronencreme anrühren: Die Stärke mit den Eigelben und 200 ml Wasser (sicherlich geht auch Milch…) in einer Schüssel gut verrühren. Die Sahne mit Zucker und Salz aufkochen, dann vom Herd nehmen und die Eigelbmansche in die noch heiße, aber nicht mehr kochende Sahne einrühren. Bei milder Hitze etwa 1 Minute köcheln lassen, bis die Masse andickt. Vom Herd nehmen. Zitronensaft und Butter unterrühren. Abkühlen lassen.
  3. Den Ofen auf 200°C (Umluft 180°C) vorheizen. Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen, kurz durchkneten und in 4- 6 Teile schneiden/teilen. Jeden Teil auf Größe der Tarteförmchen ausrollen, in ebenjene legen, leicht andrücken und überschüssigen Teig entfernen. (Braucht vielleicht etwas Übung, aber wir wollen ja eh nicht zu Perfektionisten werden, oder?!) 4 oder 6 Tarteförmchen- große Stücke Backpapier ordentlich- im Sinne von richtig doll- zerknüllen und in die Formen legen, mit ausreichend Hülsenfrüchten belegen und im Ofen für 20 Minuten backen. Aus dem Ofen nehmen, von Papier und Hülsenteilen befreien und abkühlen lassen.
  4. Die Zitronencreme in die Tartelettes füllen und glatt streichen. Die gewaschenen und abgetupften Blaubeeren darüber neckisch verteilen. Die Eiweiße mit dem Salz leicht schaumig schlagen, dann nach und nach den Zucker zugeben und schlagen, bis eine feste, glänzende Masse entstanden ist. In einen Spritzbeutel mit Lochtülle füllen und gepunktet aufspritzen, oder freestyle mit einer Palette die Tartes bestreichen. Mit einem Gasbrenner die Konturen karamellisieren oder kurz unter die Grillfunktion des Backofens stellen.
  5. Mit lieben Menschen, Sonne auf dem Balkon und schönen Gedanken genießen.

 

 

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maike am 31. Juli 2012 in Kleingebäck