Englandwoche Tag 3: Spinat-Cheddar-Pastetchen

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Um das gestern besprochene Nachmittagstief im Magen zu überbrücken, haben wir in England nicht nur Schnittchen geschmiert und leckersten Kuchen gefuttert, sondern auch mal was „Richtiges“ gekauft und gegessen. Logo. Nach unserer kleinen Bournemouth- Erkundungstour (oder waren wir vorher beim Laserquest?!) hat es uns dann in einen Cornish Pasty- Shop gezogen, einfach, weil er da grad so schön stand. Drinnen gabs dann ein doch sehr überschaubares Angebot, das aber sogar eine totetierfreie Alternative für uns bereithielt, nämlich ein Pastetchen mit Spinat und Ricotta. Kartoffeln tümmelten sich auch noch darin und alles in allem war es fein, wenn es auch ein büsschen an Maggifix für Kartoffelgratäng erinnerte… Egal, das Hungertief war gestopft und wir konnten weiter machen mit all dem wichtigen Krams, den ein Groupleader eben so tun muss. ; )

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Als ich dann hier war und über meine Blogi- Englandwoche sinnierte, fielen mir diese Dinger wieder ein und wurden alsgleich auf die Liste gesetzt. Ein Rezept für den Teig war auch schon gefunden und so gings quasi sofort los. Hehe. Denn wie sich nach dem Backen herausstellte, war es mal wieder ein Backerlebnis der doch sehr erfreulichen Sorte, denn ich musste serr serr viel lachen, weil es so unglaublich schrecklich war. Der Teig war viel zu dick und hat nach niiiix geschmeckt, die Füllung war quasi nonexistent. Also wurde der Spaß am nächsten Tag mit Fertigblätterteig wiederholt und ward besser. Nee, ward lecker! Ein Glück, denn so könnt ihr auch was von den Pastetchen haben, die mich doch an B-mouth erinnern, obwohl sie mit Lieblingskäse Cheddar statt Immermal-Buddy Ricotta gefüllt sind. ; )

Lasst es euch gut gehen und schmecken und seid  auch n büsschen gespannt auf morgen, ihr Lieben! : )

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Spinat-Cheddar-Pastetchen

Zutaten (für ca. 8 kleine Pasteten und 1 kleine „Pizza“)

  • eine Rolle Blätterteig aus dem Kühlregal (nicht tiefgekühlt!)
  • ca. 400 g Spinat (der darf aber gern tiefgekühlt sein ; ) )
  • 1 Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 mittlere Kartoffel
  • 1 bisschen Öl
  • ein Schwapp Milch/Sahne
  • Salz, Pfeffer, Krams zum Abschmecken
  • 75 g Cheddar
  • wer mag: 1 Ei zum Bestreichen

Zubereitung

  1. Den Ofen auf 180°C vorheizen. Den Spinat, falls tiefgekühlt, in einem Topf bei mittlerer Hitze komplett auftauen lassen.
  2. In der Zwischenzeit Zwiebel und Knoblauch nackig machen und würfeln, mit der Kartoffel ebenso verfahren. Das Öl in einer Pfanne erhitzen, Zwiebis, Knobi und Kartoffelwürfel dazugeben und schick anbraten. Den aufgetauten Spinat zufügen, umrühren und mit einem Schwapp Milch oder Sahne zu einer einheitlichen Masse verrühren. Mit Salz, Pfeffer und Lieblingsgewürzen abschmecken. Den Cheddar reiben und unter die Spinatmumpe rühren.
  3. Den Blätterteig aus dem Kühlschrank holen, und mit einem runden Ausstecher (ca. 10 cm) ungefähr 8 Kreise ausstechen. Diese dann mit etwas, nich zu viel, Füllung versehen, zusammenklappen, den Rand zusammendrücken und mit einer Gabel nochmals plätten. Wer mag, verquirlt nun ein Ei und bestreicht die Pasteten damit, so sehen sie nach dem Backen schick braun aus.
  4. Den Rest vom Teig kann man dann kurz verkneten und leicht rund ausrollen und den Rest der Füllung darauf geben und nebenher backen. Ich muss ja sagen, dass mir diese Quasipizza eigentlich noch viel besser geschmeckt hat- war ja mehr Füllung drauf. ; )
  5. Die Pasteten ca. 25 Minuten backen, bis sie gülden sind. Vor dem Abbeißen abkühlen lassen! Oh jaaaa…

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Knusprige Zwiebelringe und Kartoffelecken

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Habt ihr schon ein Lieblingsrezept für Zwiebelringe? Nein? Na, dann gibt’s das eben jetzt von mir. Ich hab nämlich ein ganz Tolles parat, das die wohl besten Zwiebikringel hervorbringt, die man haben kann. Knusprig, würzig, süßlich und seeehr lecker. Ach ja, und ganz einfach gemacht sind sie auch noch.

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Die feinen Ringe gabs bei uns ja schon zum St. Paddy’s Day und dazu hatten wir nicht nur samtiges Lieblingsbier, sondern auch noch krosse Kartoffeleckchen. Na ja, ganz so wie im Pub waren sie leider nicht, aber trotzdem lecker. Und weil mir heute ein bisschen die Worte fehlen (Liegt’s am Unistart? An den Feierlichkeiten des Wochenendes? An der späten Stunde? Nun, man weiß es nicht genau…), schlittern wir doch einfach  zum Rezept hinüber. Das isses nämlich wert, weitergegeben zu werden, ihr werdet schon sehen. Haut rein! : )

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Zwiebelringe (nach Donna Hay)

Zutaten (für so 2 – 4 Personen, sehr schwer einzuschätzen)

  • 150 g Mehl
  • 50 g Stärke
  • 1 TL Backpulver
  • 1 TL Zucker
  • 1 TL Salz
  • 330 ml Bier (z.B. Kilkenny oder ein Ale)
  • etwas Mehl zum Wenden
  • 2 Zwiebeln
  • Öl zum Frittieren

Zubereitung 

  1.  Mehl, Stärke, Backpulver, Zucker und Salz in einer großen Schüssel vermengen. Das Bier nach und nach dazugeben und alles zu einem glatten Teig verrühren.
  2. Die Zwiebeln schälen und in ca. 0,5 cm breite Ringe schneiden. Etwa 750 ml hoch erhitzbares Pflanzenöl in einem großen Topf (auf 180°C) erhitzen, bis Bläschen an einem Holzstiel, der in den Topf gehalten wird, aufsteigen. Nicht überhitzen!
  3. Die Zwiebelringe im Mehl wälzen, dann durch den Teig ziehen und im heißen Fett in ca. 2 Minuten von beiden Seiten goldbraun backen. Auf Küchenpapier gut abtropfen lassen und noch heiß genießen.
  4. Wenn noch Teig über ist (sehr wahrscheinlich), kann man gern ein paar Experimente wagen. Frittierter Guinnesskuchen schmeckt echt nett, Snickers muss man hingegen in einem anderen Teig wälzen, damit die Schoki nicht verbrennt. Nur mal so am Rande. : )

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Knusprige Kartoffelecken

Zutaten (für 2 Personen als Beilage)

  • 4 mittlere Kartoffeln
  • Öl zum Frittieren
  • Salz und etwas Cayennepfeffer

Zubereitung

Die Kartoffeln gut waschen, trocken tupfen (sehr gut sogar, damit das Fett dann nicht spritzt) und achteln. Im heißen Fett (siehe oben) frittieren, bis sie schön gebräunt sind, auf Küchenpapier abtropfen lassen. Salzen und cayennepfeffern. Heiß schnabulieren.

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maike am 08. April 2013 in Herzhaftes, vegetarisch

Rote-Beete-Kartoffel-nennen-wir-es-mal-Gratin

Es ist manchmal nicht so einfach. Da hat man ein mehr als leckeres Essen, das vor Schönheit auch nur so strotzt und dann fällt einem kein Name dazu ein. Ich meine, ein Auflauf ist es eigentlich nicht. Zu wenig sauce-ig dafür. Ein Gratin vielleicht? Mhm, vermutlich am ehesten das. Wie auch immer wir es nennen wollen, dieses Gericht steht für sich. Rote Beete, Kartoffeln, ein paar Gewürze und Feta- das wars auch schon. Simpel, relativ schnell gemacht und übergut im Geschmack. So gut, dass ich es morgen wieder machen will. Und übermorgen. Und auch am Tag danach. Na, das vielleicht nicht, aber doch immer und immer wieder. Wenn man Rote Beete mag, mag man auch diesen Aufla-…Grat-… na, das Zeug hier. Schmeckt bestimmt auch mit anderem Gemüsekrams, aber das müsst ihr selbst herausfinden. In jedem Fall- lasst es euch munden und genießt das Wochenende.

Rote-Beete-Kartoffel-Gratin

Zutaten (für 2 seeeeehr hungrige Personen)

  • 6 mittelgroße Kartoffeln

  • 4 vorgegarte Rote-Beete-Knollen

  • 1 Zwiebel

  • 2 Knoblauchzehen

  • Öl

  • Salz, Pfeffer, getrocknete Gewürze (z.B. Oregano, Thymian…)

  • 150- 200 g Feta (oder auch Ziegenkäse, je nach Geschmack)

  • etwas Rucola zum Servieren

Zubereitung

  1. Die Kartoffeln schälen und in recht dünne Scheiben schneiden. In gesalzenem Wasser zum Kochen bringen und kochen, bis sie gegart, aber noch sehr bissfest sind.

  2. Die Rote Beete in recht dünne Scheiben schneiden. Zwiebel und Knoblauch schälen und in kleine Würfel schneiden. Beide Zutaten in etwas Öl anbraten, bis sie eine hübsche Farbe angenommen haben.

  3. Den Ofen auf 200°C vorheizen (Ober-/ Unterhitze). Die Kartoffeln abgießen. Kartoffel- und Beetescheiben nun abwechselnd in Reihen in eine große Auflaufform schichten, dabei darf man gern nach eigenen ästhetischen Ansprüchen vorgehen. Die Zwiebel- und Knoblauchwürfel darüber verteilen. Etwas Öl über alles gießen. Nun den Käse darüber zerbröseln und danach die Gewürze darüber streuen.

  4. Den Auflauf im Ofen etwa 20 Minuten backen, bis der Käse leicht gebräunt ist und die Küche verführerisch nach Gewürzen duftet.

 

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maike am 15. Februar 2013 in Herzhaftes, vegetarisch

Gebackene Kartoffelklöße mit Gorgonzola und Cassisreduktion

Bevor es hier mit Süßkram weitergeht (da fällt mir ein- ich hab noch Plätzchenrezepte und so…) kommt hier erstmal eine herzhafte Geschichte, die sich auch als Vorspeise für die Feiertage anbieten würde. Finde ich. Leckere Kartoffelklöße- ganz anders, als man sie kennt, viel feiner und weicher, ja, viel leckererer- in dünner Knusperschicht, gefüllt mit mildem Gorgonzola und serviert mit einige Blättchen Rucola und dieser wunderbaren Cassisreduktion… Ein Träumchen, wirklich! So gut, dass die Portion, die für 6 Leute als Vorspeise genügen würde, für zwei zum Hauptmahl wurde…Ähäm. Nun ja. Und damit auch ihr in den Genuss dieser feinen Klößchen kommen könnt, hier in aller Kürze und auch Würze das Rezept.

Gebackene Kartoffelklöße mit Gorgonzola und Cassisreduktion

Zutaten (für 4 Personen, vorher sehr hungrig und hinterher satt oder für 6 Leute, regulär)

  • ca. 850 g mehligkochende Kartoffeln
  • 1 mittlere rote Zwiebel
  • 4 kleine, reife Pflaumen
  • 300 – 500 ml Schwarzer Johannisbeernektar
  • 100 g Butter
  • 100 g Eigelb (von ca. 5 Eiern Größe L)
  • 100 g Mehl
  • Salz
  • 100 g (milder) Gorgonzola in 12 Stücke geschnitten
  • 1 großes Ei, in einem tiefen Teller verquirlt
  • Paniermehl
  • ca. 1 Liter Sonnenblumenkernöl

Zubereitung

  1. Die Kartoffeln dünn schälen, waschen und in ausreichend gesalzenem Wasser zum Kochen bringen.
  2. Während die Kartoffeln köcheln, die Zwiebel abziehen und in feine Würfel schneiden, die Pflaumen waschen, entsteinen und ebenfalls würfeln. Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen, die Zwiebelwürfel darin schön bräunen, dann die Pflaumenstücke hinzugeben und mitbraten. Mit etwas Nektar ablöschen und bei hoher Hitze einkochen lassen. Fängt es an zu zischeln, mehr Saft hinzugeben, wieder einkochen lassen. So lange weiter zugießen und reduzieren lassen, bis die gewünschte Menge entstanden ist und die Sauce süßlich, aber auch leicht geröstet schmeckt. Eventuell leicht salzen.
  3. Das Fenster schließen, da die Kartoffelmasse keinen kalten Zug abbekommen sollte. Ist wirklich so.
  4. Sind die Kartoffeln gar, abgießen und durch eine Kartoffelpresse drücken (alternativ: sehr fein stampfen). Den Topf mit dem Kartoffelstampf zurück auf die heiße Platte stellen und die Masse „abbrennen“ lassen, heißt, erhitzen, damit das überschüssige Wasser verdampft. Dabei gut rühren und nicht anbrennen lassen. (Das dauert so 3 Minuten, maximal.)
  5. Während des Abbrennens die Butter schmelzen und das Eigelb und das Mehl bereitstellen. Die abgebrannte Kartoffelmasse mit der Butter und dem Eigelb verrühren, dann nach und nach das Mehl unterarbeiten. Die Masse wird nun zäher, dadurch aber formbar. Etwas salzen (aber nicht zu viel, der Käse ist schon recht salzig) und dann aus der Kartoffelmasse 12 Klöße formen, jeden davon mit einem Stück Gorgonzola füllen. Gut verschließen und schick rund rollen.
  6. Die Klöße nacheinander im verquirlten Ei und dann anschließend im Paniermehl wenden, dieses etwas andrücken und die Klöße bereitstellen.
  7. Das Öl in einem großen Topf stark erhitzen (bis 170°C, nicht unbedingt viel mehr), bis ein Stückchen Kloßmasse, die hineingeworfen wird, fröhlich sprudelnd frittiert wird. Die Klöße (maximal 2 auf einmal) im heißen Fett ca. 1 Minute von jeder Seite goldbraun ausbacken, dann auf ausreichend Küchenpapier abtropfen lassen. Pro Portion 2 Klöße mit etwas von der Reduktion anrichten, gern auf Salat. Genießen. Kerzen abbrennen. Am Wein nippen. Weihnachten feiern.

Natürlich kann der Gorgonzola durch jeden Weichkäse ersetzt werden, der vielleicht lieber gemocht wird. Die Klöße schmecken auch unfrittiert sehr gut, wenn sie (ohne die Panade) in ausreichend Butter angebraten werden.

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maike am 13. Dezember 2012 in Herzhaftes, vegetarisch

Kürbisgnocchi

Manchmal sehe ich beim Durchblättern einer Kochzeitschrift ein Rezept, was mich sofort anspricht und was ich dann irgendwann nachmachen muss, weil es mich nicht mehr loslässt. Das war zum Beispiel so mit diesen Kürbisgnocchi, die einfach so nett und lecker aussahen, dass sie mich geradezu verfolgt haben. Dann habe ich sie letztens zubereitet und ja- sie waren gut. Süßlich und doch herzhaft, die Hülle knusprig und die Füllung weich, ein Hauch von Parmesan und Salbei. Wirklich ein feines Schmäckerchen und eine weitere tolle Lösung, Kürbis zuzubereiten. weiterlesen »

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maike am 31. Oktober 2011 in Herzhaftes, vegetarisch