Ravioli mit Rote-Bete-Füllung und Walnussbutter

RoteBeteRavioli-TheCulinaryTrial5

Da mir das Zwergenkind unter ‚Neinneinnein‘-Rufen gerade die Tastatur streitig machen will, heute mal in würziger Kürze ein herzhaftes Rezepte. Ein Knallerrezept, möchte man meinen, denn diese Ravioli waren wirklich ganz wunderbar. Die Füllung hatte die weltschönste Farbe und hätte sich auch ganz famos an der Küchenwand gemacht, aber da sie so lecker war, kam sie eben doch in die Raviolen.

RoteBeteRavioli-TheCulinaryTrial

Wundert euch nicht, dass die fertig gekochten Teigtaschen ein wenig gruselig aussehen, wie Fleisch vielleicht, das tut ihrem Geschmack absolut keinen Abbruch. So, nun schnell ans Rezept, bevor ich den Kampf hier noch verliere. ; ) Habt den schönsten Sonntag!

RoteBeteRavioli-TheCulinaryTrial2

Ravioli mit Rote-Bete-Füllung und Walnussbutter

Zutaten (für 3 Personen)

200 g rote Bete
150 g Mehl
100 g Hartweizengrieß
1 TL Salz
2 große Eier
2 TL Öl
200 g Frischkäse
30 g Parmesan, gerieben
50 g Semmelbrösel
Salz und Pfeffer
30 g Butter + 1 EL Öl
1 Handvoll Walnusskerne
1 Zweig Thymian
1 Knoblauchzehe, gehackt
etwas Parmesan zum Servieren

RoteBeteRavioli-TheCulinaryTrial4

Zubereitung

  1. Die roten Beten in Alufolie wickeln und bei 180°C Ober-/Unterhitze im Backofen etwa eine Stunde backen, bis sie weich sind. In der Zwischenzeit das Mehl, den Hartweizengrieß, 1 TL Salz, die Eier und die 2 TL Öl zu einem festen, geschmeidigen Teig kneten. Sollte er noch kleben, etwas mehr Mehl hinzufügen, ist er zu fest, etwas mehr Öl unterkneten. Den Teig in Frischhaltefolie gewickelt 30 Minuten ruhen lassen.
  2. Für die Füllung die gegarten Beten schälen, würfeln und pürieren, dann mit Frischkäse, Parmesan, Semmelbröseln und etwas Salz und Pfeffer vermengen und kurz quellen lassen. Nach Geschmack nachwürzen.
  3. Den Teig mit der Nudelmaschine (oder sehr ausdauernden Armen und einem Nudelholz) zu dünnen Bahnen ausrollen. Nun mit einem Glas Kreise ausstechen, die Ränder mit etwas Wasser bestreichen, je etwa 1 TL Füllung darauf geben und zusammenklappen. Die Ränder gut zusammendrücken, damit keine Füllung herausquellen kann. Den gesamten Nudelteig auf diese Weise füllen und zu Ravioli verarbeiten.
  4. Einen großen Topf mit Wasser erhitzen, salzen. Die Nudeln darin bei geringer Hitze etwa 5 Minuten ziehen lassen. Abgießen und abtropfen lassen. In einer großen Pfanne die Butter zusammen mit dem Öl erhitzen. Die Walnüsse grob hacken und bei geringer Hitze anbraten. Die Blättchen vom Thymianzweig zupfen und in die Pfanne geben, dann den Knoblauch hinzufügen. Die Nudeln nun kurz (die Butter und die Nüsse sollen nicht verbrennen) in der Butter schwenken, dann auf Teller geben und mit etwas Parmesan bestreut servieren.

Quelle: „Krautkopf“ von Susann Probst und Yannic Schon, erschienen im Hölker Verlag.

RoteBeteRavioli-TheCulinaryTrial3

Keine Kommentare »

maike am 08. November 2015 in Herzhaftes, vegetarisch

One-Pot Pasta

onepot1-2

Und buja und bäääm- Klausurenzeit geschafft, Erkrankungen geheilt und nun „nur“ noch diverse große schriftliche Ausarbeitungen zu erledigen, yay! Klingt natürlich nicht unbedingt nach einem Spaziergang oder einer entspannten Zeit, aber der größte Stress liegt fürs Erste hinter mir und vielleicht schaffe ich es in Zukunft mal wieder, ein wirlich schönes Rezept mit wirklich schönen Bildern zu veröffentlichen.

Bis dahin bleibt mit allerdings nur die Möglichkeit, schnell diese One-Pot Pasta zu posten, die unglaublich flink gemacht ist und Abwasch spart, aber, und da müssen wir eben ganz ehrlich bleiben, nur Nudeln mit Tomatensauce darstellt. Langweilig also, in vielerlei Hnsicht, aber wat soll’s? In der Prüfungszeit ist schließlich fast alles erlaubt und so lange es nur nach Tütennudeln schmeckt und nicht wirklich aus dem Hause Kn*rrrrr kommt, ist das doch schon mal ein Anfang. Hehe.

onepot3-2

Und weil es heute immer noch n bissi stressy ist, hier nur schnell das flinke Rezept. Ich hab mich übrigens an Stephs Tipps für One-Pot Pasta gehalten, ihr Pastasotto sieht allerdings irgendwie leckerer aus. ; )

Macht’s euch hübsch und gönnt euch auch mal ne Ruhepause, das is wichtig, nämlich! : )

onepot2-2

One-Pot Pasta

Zutaten (für 2 hungrige Personen)

1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
etwas Öl
500 ml passierte Tomaten
750 ml Gemüsebrühe
300 g kurze Nudeln
Salz, Pfeffer, getrocknete oder frische Kräuter
100 g Frischkäse
etwas geriebenen Parmesan
Schnittlauch und Schmand (oder Parmesan) fürs Anrichten

Zubereitung

  1. Die Zwiebel und die Knoblauchzehen abziehen und fein würfeln. In einem großen Topf das Öl erhitzen und Zwiebel- und Knoblauchwürfel darin anbraten. Mit den passierten Tomaten und 500 ml Gemüsebrühe ablöschen. Etwas mit Salz, Pfeffer und Kräutern würzen und die Nudeln dazugeben. Alles aufkochen lassen.
  2. Nun die Nudeln bei mittlerer Hitze köcheln lassen, dabei immer mal umrühren und eventuell etwas Gemüsebrühe nachlegen, damit es nicht anbrennt. Sobald die Pasta gegart ist, den Frischkäse und den geriebenen Parmesan hinzugeben, unterrühren und alles final abschmecken. Mit Schnittlauch und Schmand verzieren und servieren.

Keine Kommentare »

maike am 10. Februar 2014 in Herzhaftes, vegetarisch

Taleggiopasta mit Knusperkrams…

cru7-2

… weil „Nudeln in Käsesauce“ doch reichlich bescheuert klingt, nü? Aber eigentlich versteckt sich hinter der feinen Ausdrucksweise nichts anderes, als ebendas. Spaghetten in einer cremigen Sauce aus Käse und, zu meiner Schande, Milch. Ich muss ja sagen, wenn ich koche, des Hungerstillens wegen, dann darf das ruhig einfach sein. Und dann kommt eben ne Sauce bei rum, die aus Zwiebis, Milch und Weichkas besteht, jaja. Wem das jetz zu profan erscheint, dem sei der Knusperkrams vor Augen geführt: Knusprig gebratene Brotwürfel, mit Kernen gemischt und mit Zitronenthymian abgeschmeckt. Das klingt doch wieder nach ein bisschen was, wa?   ; )

cru6-2

Wie simpel es auch erscheinen mag und glücklicherweise auch ist, mir hats jedenfalls mehr als gut geschmeckt. Lieblingsnudeln, cremiges Sößchen, ein bisschen Knuspercrunch und frischer Parmesan, mehr brauch’s für mich nicht. Deswegen, hier in aller Schlichte, haha, das Rezept. Macht euch den formidabelsten Freitag, ihr Lieben! : )

cru4-2

Taleggiopasta mit Knusperkrams

Zutaten (für 2 Personen)

  • ca. 250 g Spaghetti (oder andere Nudeln, wie ihr wollt)
  • ca. 75 g Kerne nach Wahl (ich hatte Kürbis-, Sonnenblumen- und Pinienkerne)
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Zwiebel
  • 1/2 Brötchen (oder eine Scheibe Toast)
  • etwas Öl
  • frischer Zitronenthymian, einige Zweige
  • Salz, Pfeffer
  • etwas Milch
  • 200 g Taleggio (oder anderer, leicht würziger Weichkäse)
  • einige Blätter frischer Spinat und Rucola
  • frisch gehobelter Parmesan zum Servieren

cru3-2

Zubereitung

  1. Die Nudeln kochen. Die Kerne in einer kleinen Pfanne ohne Fett rösten, bis sie golden sind (sieht man bei Pinienkernen sehr gut) und/oder fein duften. In eine Schüssel umfüllen.
  2. Knoblauch und Zwiebel schälen und fein würfeln, Brötchen ebenfalls in kleine Würfel schneiden. Die Hälfte der Zwiebelstücke und den gesamten Knoblauch in der kleinen Pfanne in etwas Öl braten, dann das zerkleinerte Brötchen hinzugeben, braten, bis gülden. (Dabei den Knoblauch nich verbrennen lassen, lieber bei mittlerer Hitze bräteln.) Alles zu den Kernen geben und mit dem zerkleinerten Zitronenthymian vermengen, mit etwas Salz (nicht zu viel!) und Pfeffer würzen.
  3. Nudeln abgießen, die andere Zwiebelhälfte (in Würfeln, wir erinnern uns) in einer großen Pfanne in etwas Öl bräunen, Nudeln dazu geben, kurz mit anbraten, dann mit Milch ablöschen und bereites etwas salzen. Den Weichkäse, gerne leicht zerkleinert, einrühren und schmelzen lassen. Abschmecken und die Salatblätter kurz vorm Servieren dazugeben, unterrühren.
  4. Auf einen Teller klatschen (oder auf zwei, wir wollen ja fair bleiben), reichlich mit dem Knusperkrams bestreuen und mit frischem Parmesan berieseln. Reinhauen. ; )

cru1-2

2 Kommentare »

maike am 16. August 2013 in Herzhaftes

Pasta in Orangen-Möhren-Sauce mit Rucola

Ich dachte mir- nach den allzu klebrigen und vor allem süßen Karamellschnitten aus dem letzten Beitrag müsste jetzt mal wieder was Herzhaftes her, um den Schein eines ausgeglichenen Blogs zu wahren. So irgendwie jedenfalls. Deswegen gibt’s heut mal wieder Nudeln, oder sagen wir Pasta, das klingt doch weit internationaler und auch stillvoller. Dazu servieren wir eine cremig- weil sahnig-frischkäsige- Sauce mit Möhren und dem leicht fruchtig- säuerlichen Geschmack von Orangen.

Mhm ja, das schmeckt schon mal ganz gut, für die frische und gesunde Note gibt es noch einige geputzte Blättchen Rucola dazu und wer mag, streut noch frischen Parmesan darüber. Ich hatte nur weniger frischen, der auf der Zunge kribbelt, wie unreife Ananas, aber das kommt eben mal auch vor. Das Ergebnis ist ziemlich köstlich, es wurde jedoch kritisiert, dass es nicht nach Orange schmecken würde. Pah, Laien, allesamt!

Die Sauce, so gut wie sie auch schmeckt, ist jedoch nichts für die angestrebte Sommerfigur, aber seien wir mal ehrlich- bei dem trüben Wetter brauchen wir eher was für die Stimmung, als für den Strand. So, bevor ich noch weiter ins Schwafeln gerate, tippe ich lieber schnell das Rezept hier hin. Es gibt natürlich noch andere Dinge zu tun, als vorm Lappi zu hängen und ans Essen zu denken. Leider, leider… Euch einen schönen, hoffentlich hellen (!!!) Tag!

Pasta in Orangen- Möhren- Sauce mit Rucola

Zutaten (für 2, 75 Personen oder so)

  • 1 Zwiebel
  • 2 Zehen Knoblauch
  • etwas Öl
  • 5 große Möhren
  • Salz, Cayennepfeffer, Curry, einen Hauch Zimt, getrocknete Kräuter
  • 50- 100 ml Weißwein
  • etwa 100 ml Orangensaft (frisch oder ausm Tetrapak)
  • 200 ml Sahne (oh jaaaaa…)
  • 100 g Frischkäse
  • 1 Handvoll Rucola
  • etwas Parmesan
  • Nudeln für 2,75 Personen (so 250- 300 g)

Zubereitung

  1. Zwiebel und Knobizehen abziehen und fein würfeln. Die Möhren schälen und in dünne Scheiben oder in Würfel schneiden. Zwiebel und Knoblauch in etwas Öl scharf anbraten, dann die Möhren zugeben und mitbraten. Mit Salz, Cayenne und den Gewürzen „vorwürzen“ und mit etwas Weißwein ablöschen.
  2. Die Sauce einkochen lassen, eventuell noch mehr Weißwein hinzugeben. Einköcheln. Orangensaft hinzugeben und wieder reduzieren lassen. Die Sahne zugeben, etwas einkochen lassen und den Frischkäse einrühren. Final abschmecken.
  3. Die Nudeln (nach Packungsbeilage…eben wie Nudeln) kochen und in die Sauce geben. Kurz durchrühren und mit dem gewaschenen und zerkleinerten Rucola servieren. Nach Geschmack etwas frischen Parmesan darüber hobeln. Beim Essen nicht aus dem Fenster in die trübe Landschaft/ Stadt gucken, sondern an sonnige Tage aus dem Erinnerungsgepäck denken.

Keine Kommentare »

maike am 10. Januar 2013 in Herzhaftes, vegetarisch

Kürbisravioli mit Esskastanien in gebräunter Butter

 

Irgendwie sollte ich im Kopf schon viel weiter sein. Also, was das Jahr betrifft, nicht generell. (Das vielleicht auch, aber das ist jetzt nicht der richtige Ort und Zeitpunkt, darüber zu diskutieren…) Jedenfalls weihnachtet es doch schon überraschend doll, nebst der heiligen Arbeitsstätte werden plüschige Bäume aufgestellt und die geliebten Kochzeitschriften quälen mich schon wieder mit Plätzchen. Immer diese ollen Plätzchen, kann man nicht mal was anderes machen? Versteht mich nicht falsch, ich mag Kekse, ja, gern sogar, aber ich finde die Vorweihnachtszeit (die ja eigentlich auch erst in ’nem Monat startet) zu kipferl- und sandtalerlastig.

Zudem bin ich gerade erst im Herbst angekommen, freue mich wie Bolle (s Tochter) über die guten Gaben der Saison und will noch nicht über rote Mützen oder Kunstschnee (und Plätzchen) sinnieren. Deswegen habe ich Euch heute den Herbst mitgebracht. Kürbis, Birnen und Esskastanien habe ich vereint und mit einer Prise Gemütlichkeit gewürzt. Das Ergebnis? Einfach lecker und kuschelig herbstlich.

Ich hoffe, ihr habt ein flauschiges Wochenende, falls es so was gibt. Genießt die Sonne, tankt noch mal Vitamin D auf und esst was Feines. Ach, und lasst Euch vom Weihnachtsfieber noch ein wenig verschonen, der Irrsinn beginnt bestimmt ganz, ganz bald. : )

Kürbisravioli mit Esskastanien in gebräunter Butter

Zutaten (für 2 Personen)

  • 175 g Hartweizengrieß
  • 2 (Bio-) Eier, Größe M
  • ½ mittlerer Kürbis, entkernt und geschält
  • 1 Zwiebel
  • etwas Öl
  • Salz, Pfeffer, Kräuter nach Belieben
  • 1 Prise Zimt, etwas Curry
  • ein Schwapp Amaretto, nach Belieben
  • 75 g würziger Weichkäse
  • 100 g Esskastanien, vakuumiert
  • ca. 50 g Butter
  • 1 große, reife, duftende Birne
  • etwas Parmesan

Zubereitung

1. Für den Nudelteig den Hartweizengrieß auf die Arbeitsplatte geben, eine Kuhle hineindrücken und die Eier hineingeben. Mit einer Gabel die Eier unterarbeiten, dann mit den Händen den Teig etwa 5 Minuten lang kneten. Wenn er noch zu weich ist, etwas normales Mehl unterarbeiten. Am Ende muss der Teig elastisch sein und darf nicht mehr kleben. In Alufolie einwickeln und mindestens 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.

2. Inzwischen die Füllung zubereiten. Dafür das Kürbisfruchtfleisch in kleine Würfel schneiden, die Zwiebel abziehen und ebenfalls fein würfeln. Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen und zuerst die Zwiebel anbraten, dann den Kürbis zugeben und ebenfalls braten. Mit Salz, Pfeffer, Zimt, Curry, einigen Kräutern und, wer mag, mit einem kleinen Schwapp Amaretto nach Geschmack würzen und garen, bis der Kürbis weich ist. Den Weichkäse in kleine Stücke schneiden und unterrühren.

3. Den Nudelteig aus dem Kühlschrank holen und, mithilfe einer Nudelmaschine oder eines Nudelholzes, dünn ausrollen (Maschine: Stufe 7). Dann mit einem runden Ausstecher oder einem Glasrand Kreise aus dem Teig ausstechen, einen Teelöffel von der Kürbisfüllung in die Mitte geben und die Kreise zu Ravioli zusammendrücken. Den Rand schön fest andrücken und mit einer Gabel noch mehr „verschließen“. Auf einen bemehlten Teller legen und den restlichen Teig ebenso verarbeiten. Achtung: Nicht zu viel Füllung auftragen, sonst gehen die Raviloi beim Kochen auf.

4. Einen großen Topf mit Wasser aufsetzen. In der Zwischenzeit die Esskastanien klein schneiden und in einem kleinen Topf die Butter zerlassen. Bei mittlerer Hitze die Butter bräunen, dabei unbedingt daneben stehen und zusehen, dass sie nicht verbrennt. Die Kastanien in die braune Butter geben. Die Birne waschen und in feine Streifen schneiden. Etwas Parmesan frisch reiben.

5. Wenn das Wasser kocht, dieses großzügig salzen, dann die Ravioli hineingeben und innerhalb von 3- 4 Minuten bissfest garen. Abgießen, auf (warmen) Tellern anrichten, die gebräunte Butter und die Esskastanien darübergeben, sowie einige Birnenspalten. Mit dem geriebenen Parmesan bestreuen und genießen.

Keine Kommentare »

maike am 20. Oktober 2012 in Herzhaftes, vegetarisch