Süßkartoffel-Linsen-Suppe mit Koriander-Erdnuss-Pesto und Ziegenkäse

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Brrrr, ist das k-k-kalt da draußen! Wie gut, dass ich gerade mit den Gilmore Girls auf meinem Sofa sitze, nebenher Zeitschriften wälze und im Ofen Kartoffel- und Kürbisscheiben ihr Sonnenbad nehmen, bevor sie sich von mir verdrücken lassen, herrlich, it is! Bei diesen Temperaturen (die natürlich noch saftiger werden können, ist mir schon klar, aber der Anfang ist doch immer so schwierig…) freut man sich doch über eine wärmende Mahlzeit, sehnt sich geradezu nach seelenschmeichelndem Essen und heißen Kalorien. Geht euch das auch so, dass ihr im Herbst und Winter manchmal wahrhaftige Fressflashs habt und nichts dagegen tun könnt? Ich hab ja so das Gefühl, dass mein Körper der Meinung ist, noch ein paar Speckpölsterchen anlegen zu müssen, bevor die große Kälte kommt und mich oft ganz überraschend zum Konsum jeglicher Kohlenhydrate auffordert; was ich dann, schlechten Gewissens, teilweise erfüllen muss. Tjaja, komisches Körperlein. ; )

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Wärmend und gar nicht mal ungesund ist jedoch das heutige Rezept, das wahrlich lecker ist und, wenn man mag, ganz ohne tierische Zutaten auskommt. Diese Süßkartoffel-Linsen-Suppe hatte ich schon vor Kurzem gekocht und sehr gemocht (jippie, ein Reim!) und dieses Mal mit etwas Koriander-Erdnuss-Pesto und Ziegenfrischkäse versehen. Mehr Kalorien und so. ; ) An sich kann man das Süppchen auch ohne die beiden Ergänzungen essen, aber alles zusammen ist dann doch noch ne Spur schicker, wie ich finde. Zudem ist das restliche Pesto immer fein an Saucen, auf Schnitten oder zu Nudeln, deswegen hat man irgendwie auch später noch was davon.

So, da ich den Sesam an meinem Ofengemüse vergessen hab, flitz ich mal schnell in die Küche und lasse euch das Rezept für die cremige und leckere Linsensuppe mit Schnickischnacki da. Macht’s euch hübsch und warm!

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Zutaten (für etwa 4 Personen)

200 g Knollensellerie
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
500 g Süßkartoffeln
Öl
1 Dose Kokosmilch (à 400 g)
300 g rote Linsen
Salz, Pfeffer, etwas Kreuzkümmel, etwas gemahlener Ingwer
einige Spritzer frischer Orangensaft
120 g frischer Koriander (etwa 2 große Bund, es geht auch ein Mix mit Petersilie)
3 Knoblauchzehen
100 g geröstete und gesalzene Erdnüsse
200 g Ziegenfrischkäse zum Servieren

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Zubereitung

  1. Für die Suppe den Sellerie, die Zwiebel, die Knoblauchzehen und die Süßkartoffeln schälen und würfeln. In einem Topf etwas Öl erhitzen und alles kurz darin anschwitzen, dann mit der Kokosmilch ablöschen und mit Wasser aufgießen, bis alles bedeckt ist. Bereits etwas salzen, dann aufkochen und die Linsen hinzufügen. Die Suppe so lange kochen, bis die Süßkartoffelstücke weich sind, dann pürieren und dabei mit Wasser verdünnen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Mit Salz, Pfeffer, Kreuzkümmel, gemahlenem Ingwer und Orangensaft abschmecken.
  2. Für das Pesto den Koriander waschen, trocken schütteln und die Stängel entfernen, dann das Grün grob hacken. Die Knoblauchzehen schälen und fein hacken, dann zusammen mit dem Koriander und den Erdnüssen und viel Öl pürieren, bis eine weiche Paste entstanden ist. Immer wieder Öl hinzufügen. Mit Salz und Orangensaft abschmecken.
  3. Die Suppe auf Teller verteilen und mit je einem großen Klecks Pesto und etwas zerkrümeltem Ziegenfrischkäse bestreut servieren.

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maike am 12. November 2016 in Herzhaftes, Vegan, vegetarisch

Futtern und Süffeln in Leipzig – Part 2: Deli

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Aloha, liebe Freunde! Da bin ich nun wieder, vom Fernweh geplagt, zurück im schnöden Alltag und frage mich, wieso die schönsten Wochen immer am schnellsten vergehen. Gerade eben saß ich doch noch mit liebsten Menschen am weiten Meer, stolperte durch schwedische Wälder und baumelte, umgeben von schicken Schären, an lustigen Leitern im Wasser (eine andere Geschichte, die ich gern später mal zum Besten gebe :-D ). Aber was soll’s denn, auch hier kann man schließlich mit tollen Leutchen schöne Momente verbringen, wie beispielsweise so geschehen an einem regnerischen Tag im Mai. Da hatte ich nämlich Besuch von meinen liebsten Blogladies Birdy von Goldbonsche, Chrissy von kitchenhoopla und Sarah von ganzundgarsaisonal. Und ich sage euch- es war ganz und gar wunderbar!

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Ich hatte den Girlies eine gar köstliche Tour durch Leipzig versprochen, da ich mich aber prinzipiell nur in meiner Hood (yeahyeah) auskenne, sind wir eben durch den Leipziger Süden getingelt, waren frühstücken, veganes Sushi futtern und Burger verdrücken, bevor wir unterwegs leckeren Kuchen in der Sonne knusperten… Hach, es war so schön! Heute möchte ich aber vor allem einen kulinarischen Tipp loswerden und euch meine liebste Burgerbutze, das Deli am Connewitzer Kreuz (na, fast) kurz vorstellen.

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Burger, vegan und lecker, ja, die gibt es zu Hauf im Deli. Außerdem finden sich lässige Sandwiches, fettige Fritten und heiße Suppen im Angebot, sowie cremiger Kuchen für den Nachtisch. Dazu ist alles vegan, ist ja schließlich Teil des guten Tons in Connewitz. ; ) Sollte sich jemand dadurch abgeschreckt fühlen- bloß nicht! Die Burger im Deli sind so köstlich, ob man nun prinzipiell Tier isst oder weglässt, das sollte man doch mal probiert haben. Ich esse tatsächlich immer nur den selben Burger, das werde ich beim nächsten Besuch aber mal ändern, da ich mir grad noch mal die Speisekarte (inzwischen sicherlich durchaus abgeändert) angesehen habe und zu gern das „Gobi wan Kenobi“-Sandwich oder einfach mal die „Roasted Garlic Mayonnaise“ auf einem Burger probieren möchte. Wer aber meinen „Geheimtipp“ kennen mag- Sojasteakburger mit Erdnuss und BBQ-Sauce- der Knaller!

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Ich muss leider gestehen, dass ich bisher weder Kuchen noch Suppe getestet habe, wie gesagt kam mir immer mein Spezialburger in die Quere. Aber ich werde beim nächsten Mal offener sein und etwas experimentieren, ich glaube nämlich, das lohnt sich. ; ) Die Preise finde ich mehr als fair, die Menschen hinter dem Tresen sind meist sehr freundlich, das Ambiente irgendwie nett, wenn auch etwas klein. Man sollte also prinzipiell auch dafür offen sein, den Burger unterwegs zu verdrücken, weil die Plätze des Öfteren belegt sind.

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Einen kleinen „Minuspunkt“ gibt es manchmal bei der Praktikabilität des Essens, denn ich persönlich werde leider etwas wahnsinnig, wenn mir beim Futtern dauernd Sauce über den Finger läuft und Sojasteak vom Brot rutscht. Grrrrr. Aber das gehört beim Burgeressen unter Umständen dazu, vielleicht muss ich es einfach noch etwas üben. ; ) In Kürze hoffentlich, denn der nächste Abstecher zum Deli kommt auf jeden Fall.

Hier die wichtigsten Fakten in Kürze:

Was? – Deli, veganer Burgerladen
Wo? – Wolfgang-Heinze-Straße 12 a, 04277 Leipzig
Anfahrt? – Tram 9+ 10 + 11 bis Connewitz Kreuz, dann nachfragen
Wann? – Di – So, 12 – 22 Uhr
Für wen? – Für alle Menschen, die Burger mögen, ob nun Veganer, Vegetarier, Hackfleischfäns
Tipp? – Sojasteakburger mit Erdnuss- und BBQ-Sauce
Empfehlung? – Sofort und jederzeit- hin da!
Kontakt? http://leipzig-deli.tumblr.com/

Also denn, ich sag mal so- wir treffen uns im Deli! Habt den schönsten Tag! : ) (Ach ja, und in Kürze gibt’s dann auch mal wieder ein Rezept, natürlich!)

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Weltbeste Sojasteaks für den Grill

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Na, habt ihr den Feiertag gut überstanden oder hingt ihr auch an ner Bundesstraße rum, die Hand zum Peacezeichen geformt und die Augen derbe verleiert, während ihr euch gerade so noch aufrecht halten konntet? Ha, keine Sorge, so ist es mir sicher nicht ergangen, aber man sieht schon beeindruckende Gestalten durch die Gegend wanken, am so genannten Herrentag, jaja. :-D Ich fand es ja durchaus sehr amüsant, aber was eigentlich noch viel besser war, als unbekannten Leuten beim Torkeln zuzusehen, war dann doch das Rumgehänge am See mit Grilli, besten Menschlein und Seifenblasen- was willste mehr?!

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Ganz klar, was Leckeres zu essen und ich möchte sagen, davon hatten wir ne ganze Menge. Es gab allerlei vegetarisches Gedöns für die heiße Glut, feinste Salate, etwas Brot und Aufstrich; alles ohne totes Tier, so mögen wir das. Obwohl nämlich die wenigsten unserer Freunde (ebenso der Liebste und ich) Alltimevegetarier sind, findet man bei solchen Veranstaltungen doch wenig bis kein Fleisch auf den Tellern, was mir doch serr serr gutt gefällt. Und damit man nebst Gemüsespießchen und Käse noch mehr Auswahl auf dem Grill hat, hab ich die wohl leckersten Sojasteaks kredenzt, die man sich nur wünschen kann.

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(Und jetzt der passionierte Fleischesser so: „Wieso isst’n du verarbeitetes Sojagedöns, wenn du doch viel natürlicheres Fleisch essen könntest? Schmeckt doch viel geiler!“ Und ich dann so: „Is schon so n bisschen Geschmackssache, wa? Aber ich versteh den Einwand natürlich, hast ja schon recht, zu viel Soja fetzt natürlich auch nicht. Aber weißte was- ab und an ein Stück glückliches Tier find ich ziemlich okee. Soll halt was Besonderes bleiben. So isses aber auch mit Tofu und Konsorten- die Menge macht’s. Und ein Sojasteak ab und an hat (hoffentlich) noch keinem geschadet.“ Und der Fleischesser dann so: „Aber das kann doch gar nicht schmecken?!“ Und ich: „Na und ob!“)

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Tatsächlich, Sojasteaks können eine Wucht sein und diese hier sind es ganz sicher. Etwas Geköchel in Gemüsebrühe und eine reläxte Nacht in würziger Marinade später, ist das Grillglück schon perfekt. Man sollte sie nicht zu dunkel grillön, das schmeckt dann doch nicht mehr so bombe, aber zart geröstet sind sie einfach perfekt. Und weil ihr jetzt sicher einfach das Rezept haben wollt, halt ich mal ganz schnell die Klappe und tippe es einfach brav herunter. ; )
Aber eins noch- genießt den Tag und startet bestens in die neue Woche. Ahoi, ihr Lieben! : )

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Marinierte Sojasteaks

Zutaten (für 9 Steaks)

9 Soja-Bigsteaks (z.B. von Vantastic Foods)
Wasser zum Kochen
2 TL Gemüsebrühe
1,5 l neutrales Öl
2 Tuben Tomatenmark
8 Knoblauchzehen, fein gehackt
Rauchsalz, Pfeffer
Ahornsirup
eventuell einige Kräuter nach Belieben

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Zubereitung

  1. Die Sojasteaks in einen großen Topf legen, mit Wasser bedecken und zum Kochen bringen. Die Gemüsebrühe einrühren, die Hitze reduzieren und einen schweren Topf auf die Steaks legen, damit keines nach oben schwimmt und alle gleichmäßig gegart werden. Etwa 10 Minuten leicht köcheln lassen, dann in ein Sieb abgießen und etwas abtropfen lassen. Die Steaks nun mit den Händen (Vorsicht, heiß!) gut audrücken, so verringert sich der Sojageschmack.
  2. Für die Marinade das Öl in dem großen Topf mit dem Tomatenmark verrühren, es macht nichts, wenn noch grobe Stücke Tomatenmark herumschwimmen. Die Knoblauchwürfel hinzufügen und nun alles sehr kräftig mit Rauchsalz und Pfeffer würzen, dann mit Ahornsirup (oder Zucker) abschmecken. Wer mag, fügt noch einige gehackte Kräuter hinzu. Achtung, das Öl nimmt den Geschmack nicht sofort gut an, also am Besten das Tomatenmark kosten, ob noch Salz fehlt. Die Sojasteaks in die Marinade geben, gut damit einreiben und darin im Kühlschrank über Nacht durchziehen lassen.
  3. Am nächsten Tag die Steaks aus der Marinade holen, abtropfen lassen und auf dem heißen Grill garen, bis sie leicht gebräunt sind. Als Burgerbelag oder auch zu einem simplen Stück Brot schmecken sie einfach prima!

Quelle: inspiriert durch veganwave.de – merci!

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maike am 08. Mai 2016 in Herzhaftes, Vegan, vegetarisch

Kleine Waffelsause [vegan, fructosearm]

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Eine kleine Bemerkung zu Beginn: Kürzlich dachte ich noch, dass Hafer glutenfrei ist. Isser aber meist nicht. Deswegen sind diese Waffeln es aktuell auch noch nicht, aber ich bin am Tüfteln und Probieren und habe hoffentlich ganz bald die Lösung gefunden.

So, nach der Adventssause von letztem Sonntag kommen wir also heute zur Waffelparty. Ich bin ja der Meinung, dass Waffeln a) immer gehen, obwohl sie b) irgendwie ganz schön weihnachtlich sind. Letzteres liegt sicher an der Tatsache, dass man Waffeln immer und überall auf dem Weihnachtsmarkt angeboten bekommt und sie deswegen irgendwie diesen festlichen Glamour ausstrahlen. Deswegen passen diese schicken Teigherzchen auch ganz prima zum 3. Advent, wie ich finde.

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Aber wisst ihr eigentlich, was das Beste an der Sause hier ist? Dass diese kleinen Waffeln hier glutenfrei, vegan uuund auch noch fructosefrei sind. So jedenfalls der Plän. Denn auch wenn ich mich ganz gut informiert habe, so bin ich natürlich kein Ernährungs- oder Unverträglichkeitsexperte und kann hier leider für nix garantieren. Fakt ist, dass die Waffeln mit Haferflockenmehl statt mit Weizen zubereitet werden, ihre Süße erhalten sie durch Reissirup und ja, vegan sind sie auch auf alle Fälle. Da bin ich mir nun wieder sicher. ; )

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Nun ist natürlich die Frage- schmeckt das denn überhaupt? Ich würde mal sagen- aber klar, und wie! In erster Linie zwar vor allem ganz schön gesund, was selbstverfreilich überhaupt kein Nachteil ist. Die Chiasamen (Superfoodalaaaarm!) stechen durchaus hervor, was die Herzchen hier aber vor allem nussig schmecken lässt. Ansonsten sind es eben Waffeln, kernig, knusprig, lecker.
Natürlich gehört zu einer Party mehr als nur ein paar Herzen aus Teig. Deswegen habe ich Euch außerdem einen Raffaelloaufstrich (nicht vegan), eine Kakao-Haselnuss-Creme (vegan) und eine Blaubeer-Chia-Marmelade (auch vegan) mitgebracht, allesamt ein Renner für sich.

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Die Raffaellocreme habe ich vor ein paar Jahren schon einmal zusammen gerührt, nach einem Rezept von Himmlische Süßigkeiten. Das Ergebnis damals kam etwas näher an das kleine Cremeglück in den Kullern ganz ohne Schokolade heran, aber auch dieser Aufstrich ist, oh my, wirklich eine Sünde wert. Bei den Zutaten kein Wunder, höhö. Auf noch warmen Waffeln, liebe Leute, ist es kaum zu toppen, könnt ihr glauben.

Die Schoko-Haselnuss-Creme sollte eigentlich ein veganer Nutellaabklatsch werden, ist aber eher eine sehr dunkle Kakaopaste, die herrlich nach gerösteten Nüssen schmeckt. Ich denke mal, wenn man Ahorn- gegen Reissirup tauscht und die Schokolade durch etwas mehr Kakao ersetzt, sollte dieser Aufstrich auch frei von Fruktose sein. Allerdings steck ich da noch nicht so sehr im Thema drin, dass ich es schwören möchte. (Gerade was den Kakao betrifft- gar nicht mal so eindeutig.)

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Finally, die Blaubeer-Chia-Marmelade. Jaja, Chiasamen sind ja inzwischen in aller Munde, kein Wunder, strotzen sie doch nur so vor tollen Inhaltsstoffen. In diesem Fruchtaufstrich dienen sie vor allem für Stabilität, denn sie quellen so hübsch auf. Gesüßt ist das Ganze nur mit etwas Ahornsirup, also gar nicht mal so schlimm. Selbst darauf könnte man verzichten und die Früchtchen nahezu puro naturo verspeisen.

Weil Waffeln mit Aufstrich allein immer noch nicht wirklich fancy schmanzy sind, streut ihr am besten noch diverse Toppings drüber: Zuckerstreusel, karamellisierte Walnüsse, Kakaonibs, Butterstreusel, kleine Marshmallows… Eure Waffeln, eure Party!

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Ich muss ja zugeben, dass für die armen Menschlein, die Probleme mit Fructose haben, hier gar nicht mal so viel dabei ist. Die Waffeln immerhin, wenn ich keinen Murks gemacht habe. Aber vielleicht kennt ihr ja selber ein Rezept, das diese Wäffelchen krönen könnte oder ihr verspeist sie ganz einfach so. Mit etwas Schlagsahne zum Beispiel, mei, das wäre doch was!

So. Da ich nun eigentlich grad gar keine Zeit für aufwendiges Getippe habe (aaaah, nur noch 11 Tage, aaah!), schicke ich euch die Rezepte teilweise im Link. Ich denke mal, das ist okay. ; ) Habt ihr auf jeden Fall einen ganz wunderbaren Adventssonntag und lasst es euch ganz prächtig ergehen!

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Vegane, glutenfrei und fructosearme Waffeln

Zutaten (für etwa 3 Herzwaffeln)

80 g weiches Avocadofruchtfleisch
etwa 80 g Reissirup (mehr oder weniger nach Geschmack)
125 g Haferflocken
1 TL glutenfreies Backpulver
135 g Hafermilch ohne Zuckerzusatz
2 EL Chiasamen + 6 EL kaltes Wasser

Zubereitung

  1. Die Avocado fein zerdrücken und mit dem Reissirup verrühren. Die Haferflocken in der Moulinette zu feinem Mehl verarbeiten, dann mit dem Backpulver vermischen. Mehlmischung zusammen mit der Hafermilch zur Avocado geben, gut verrühren.
  2. Die Chiasamen mit dem Wasser verquirlen und 10 Minuten quellen lassen. Unter den Teig rühren. Im heißen und leicht gefetteten Waffeleisen portionsweise ausbacken. Dabei bloß nicht zu neugierig sein. Wenn das Eisen zu früh geöffnet wird, klebt der Teig oben fest und das ist gar nicht feini feini. Ich spreche da aus Erfahrung. Also einfach ein bisschen warten und dann erst nach dem Fortschritt gucken. ; )

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Blaubeer-Chia-Marmelade

Zutaten (für ein kleines Glas)

100 g tiefgekühlte Blaubeeren, aufgetaut
etwas Ahornsirup
1 EL Chiasamen

Zubereitung

  1. Die Blaubeeren fein zerdrücken oder pürieren. Eventuell mit Ahornsirup nach Geschmack süßen.
  2. Die Chiasamen unterrühren, dann die Fruchtpaste in ein ausgekochtes Glas füllen. Über Nacht im Kühlschrank quellen lassen und innerhalb der nächsten 2 Tage verzehren.

Das Rezept zum Raffaelloaufstrich findet ihr auf essen-und-trinken.de.

Das Rezept zur veganen Kakao-Haselnuss-Creme findet ihr auf Liebesbotschaft.

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maike am 13. Dezember 2015 in Frühstück/Brunch, Vegan

Kleine Adventssause: Zebraplätzchen, Maissuppe und Schoko-Vanille-Chai

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Heute tische ich mal so richtig auf, denn der Advent soll ja schließlich köstlich begangen werden. Deswegen habe ich nicht nur abartig leckere (ja, dieser Ausdruck musste hier sein, wirklich!) Kekse im Streifenponylook für Euch, sondern auch eine rauchige Maissuppe und heißen Chai mit Kakao und bester Vanille. Also sowohl für die durstigen, als auch die herzhaften Typen ist was dabei und für die Süßschnäbel sowieso.

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Zuerst mal zu den Keksen. Der Wahnsinn. Der Butterhimmel. Ich könnt sie alle auf einmal futtern. Denn zwischen irrsinnig buttrigen Teigschichten mit Kakao und Vanille haben sich auch noch karamellisierte Walnüsse versteckt, ich sag es Euch, es geht kaum besser. Tatsächlich erinnern die Kekse geschmacklich ein bisschen an die famose Butter-Walnuss-Torte (Warning, old and horrible photos ahead!), die ich ja eh zu meinen Favoriten hier zähle. Wirklich wahr, sooo gut sind die Plätzchen!

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Die Maissuppe (yay, die is sogar vegan!) ist aber auch nicht von schlechten Eltern, das muss man ja sagen. Erinnert sie optisch auch mehr an … na ja, bereits verzehrte Gerichte (Pardon!), so schmeckt sie feinst nach rauchigem Tofu und süßem Mais. Bei uns gab es arg knuspriges Knoblauchbaguette dazu, denn die Kombination von Mais und Knoblauch gefällt mir inzwischen superdruper gut. (Besser noch ist eine gebräunte Knobibutter zu gegrillten Maiskolben- oooh myyyy!) Wenn Ihr die Suppe so oder so ähnlich auch mal köchelt, lasst euch nicht von der Optik abschrecken, sie schmeckt tatsächlich sehr fein.

Ach ja, kurz an dieser Stelle: Ich weiß, dass eine Maissuppe im Winter irgendwie komisch ist. Und dass Dosenmais nicht die wertvollste Zutat ist, weiß ich erst recht. Aber so als Soulfood ist das Süppchen hier wirklich ganz hervorragend, das könnt ihr glauben. ; )

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Und zum Schluss das Teegetränk- nun, wer Chai mag, der wird diesen hier ebenso mögen oder gar lieben. Zu den wichtigen Gewürzen Kardamom, Zimt, Nelken und Anis kommen ein Hauch Vanille und ein Löffelchen Kakao, das passt ganz famos zu Milch und schwarzem Tee. Ein Häubchen aus Schaum ist für mich das perfekte .. äh.. Finish (was’n Wort…), aber auch ohne heizt der Chai ganz prima ein.

Hach ja, wenn ich das so sehe, krieg ich schon wieder Lust auf eine kleine Adventssause… Zum Glück sind noch ein paar Kekse da, hab ja keinem erzählt, wo ich sie versteckt habe. Höhö. :-D

Habt den allerallerschönsten und weltgemütlichsten 2. Advent, ihr lieben Menschen! : )

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Zebraplätzchen mit karamellisierten Walnüssen

Zutaten (für etwa 30 Stück)

150 g Vollkorndinkelmehl
150 g Dinkelmehl
100 g Rohrohrzucker
1 Prise Salz
das Mark von 1 Vanilleschote
1 Ei
200 g Butter, zimmerwarm
2 gestrichene EL Kakao + 2 EL Dinkelmehl
100 g Zucker
2 EL Wasser
100 g Walnüsse

Zubereitung

  1. Für den Teig beide Mehlsorten, den Rohrohrzucker, Salz, Vanillemark, Ei und Butter zu einem glatten, aber leicht klebrigen Teig verkneten. Den Teig halbieren und unter die eine Hälfte den Kakao, unter die andere Hälfte das Mehl mengen. Beide Teige in Frischhaltefolie wickeln und etwa 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.
  2. Für den Krokant die 100 g Zucker mit dem Wasser in einen Topf geben. Bei mittlerer Hitze den Zucker erst schmelzen und dann karamellisieren lassen, bis er goldbraun ist. Sofort von der Herdplatte nehmen und die Walnüsse darin schwenken. Die mit Karamell überzogenen Nüsse auf ein Stück Backpapier gben und abkühlen lassen. Dann grob hacken.
  3. Den Ofen auf 180°C vorheizen, ein Blech mit Backpapier auslegen. Die Teige aus dem Kühlschrank nehmen und zu Rechtecken ausrollen. Aus jedem Rechteck etwa 9 Streifen schneiden. Nun einen hellen Streifen auf einen dunklen legen (oder anders herum, je nach Optikwunsch) und darauf ein paar karamellisierte Nüsse streuen. Wieder einen dunklen, dann einen hellen Streifen auflegen, abermals mit Krokant belegen. Noch einmal einen dunklen und dann einen hellen Streifen auflegen. Dieses Schichtwerk nun vorsichtig zusammendrücken und mit einem scharfen Messer in etwa 10 Stücke schneiden. Die Kekse nun aufs Blech legen. Mit den restlichen Teigstreifen genau so verfahren, jeweils drei helle und drei dunkle Streifen benutzen.
  4. Die Kekse im Ofen etwa 20 Minuten backen, dann abkühlen lassen. In einer Dose lagern und innerhalb einer Woche wegknuspern.

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Maissuppe

Zutaten (für 4- 6 Personen)

1 Zwiebel
200 g Räuchertofu
etwas Öl
4 Dosen Mais (à 400 g)
Wasser zum Aufgießen
Salz, Pfeffer

Zubereitung

  1. Die Zwiebel schälen und fein würfeln. Den Tofu in kleine Würfel schneiden. Beides in eiem großen Topf mit etwas Öl hübsch anbraten. Den Inhalt aller 4 Maisdosen hinzufügen und mit anschwitzen. Mit Wasser ablöschen, dass alles geradeso bedeckt ist. Gut salzen und pfeffern. Etwa 10 Minuten kochen lassen.
  2. Die Suppe nach Belieben pürieren. Wer es gern cremig mag, streicht es nach laaaanger Pürierezeit durch ein Sieb. Wir haben es eher als Eintopf gegessen, war sehr passend. Etwas Knoblauchbaguette dazu servieren, wer mag.

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Zutaten (für 4 Personen)

800 ml Milch (oder Pflanzendrink)
2 Vanilleschoten
4 Kardamomkapseln
2 Nelken
1 Sternanis
1 TL Zimt
4 Teebeutel schwarzer Tee
800 ml kochendes Wasser
4 TL Kakaopulver (also, pur)

Zubereitung

  1. Am besten am Vortag die Gewürzmilch ansetzen: Dafür die Milch in einen Topf geben, die Vanilleschoten aufschlitzen und das Mark herauskratzen, sowohl Schote als auch Mark in die Milch geben. Die restlichen Gewürze hinzufügen und abgedeckt über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen. Am nächsten Tag Gewürze und Vanilleschoten entfernen.
  2. Die Teebeutel im kochenden Wasser 5 Minuten ziehen lassen, dann heraus nehmen. Die Gewürzmilch vorsichtig erhitzen, dann das Kakaopulver einrühren.
  3. Den Tee auf 4 große Tassen verteilen, dann die Schoko-Gewürz-Milch darauf gießen. Eventuell mit etwas Milchschaum krönen.

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maike am 06. Dezember 2015 in Herzhaftes, Vegan, Weihnachten