Festliche Frühstückssause: Schokoladenporridge, Spekulatiusgranola und Sauerkraut-Halloumi-Breakfastburger

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Ssssso ssssieht es also aus, mein herrliches Frühstück für die kommenden Feiertage- gespickt mit Alliterationen (Ssschoko, Sssspekulatius, Ssssauerkraut) und natürlich mit leckeren Speisen, die sich prima als erste Mahlzeit des Tages eignen. Okay, für mich sind das hier eigentlich nur zwei, denn ich bin in den wenigsten Fällen ein Mensch, der gern herzhaft frühstückt. Vielleicht nach einem Abend voller Punsch oder wenn es eigentlich schon Mittagszeit ist. Dann mag so ein Käsebrot oder vielleicht ein sehr herzhaftes Omelett (oder eben ne Portion Pommes, öhöm) auch gehen. Aber normalerweise bevorzuge ich doch Haferschleim mit Früchten oder klebrige Granola oder auch gern mal ein schönes Stück Kuchen. :-D Ich weiß natürlich, dass es vielen Menschen ganz anders geht und dass einzelne Personen am liebsten gleich die Leberwurscht auspacken, sobald sie aus dem Bett gehopst sind- deswegen eben auch nicht drei sweete Dishes, sondern diese wunderbaren Breakfastburger zu schokoladigem Porridge und Honiggranola noch dazu.

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Ich finde ja, an Feiertagen kann man es gemütlich angehen lassen, lange schlafen (wer es darf) und viel und ausgiebig frühstücken. Da stört es dann auch nicht so sehr, wenn das Müsli etwas süßer ist als an jedem anderen Tag im Jahr und wenn das belegte Brötchen etwas über die Stränge schlägt in punkto Belag. Deswegen habe ich heute diese drei wirklich wunderbaren Frühstückchen mitgebracht, die auch noch äußerst adrett aussehen und irgendwie ganz schön festlich sind. Besonders natürlich das Porridge mit funkelnden Granatapfelkernen und schillerndem Goldstaub, ich mein – hellooohoo!?! :-D

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Ein bisschen sehr hat es mir übrigens das Knuspermüsli angetan, das mit bestem Honig, einer Spur Vanille und zerkleinerten Spekulatien daherkommt und mir persönlich äußerst gut schmeckt. Vielleicht hätte ich weniger gepufften/s Quinoa einrühren können, aber irgendwie ist das auch lustig und recht hübsch und natürlich gesund, wie man munkelt. Zur Zeit vermenge ich das Müsli jedenfalls gern mit kalter Milch und Granatapfelkernen und könnte mir kein besseres und weihnachtlicheres Frühstück wünschen. Im neuen Jahr dann aber wieder ohne Kekseinlage. ; )

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Ein Wort noch zum Breaktfastburger- auch der is ein Knaller, schließlich ist er mit Sauerkraut, Halloumi, gebratenen Apfelscheiben und Senfsauce belegt. Ein paar Röstzwiebeln obenauf und mein Mittagessen ist perfekt. Und noch zum Porridge, das wir natürlich nicht vernachlässigen wollen- auch das mag ich sehr gern, denn irgendwie braucht man ja manchmal etwas Abwechslung in der Frühstücksschüssel und die schokoladige Variante eines simplen Haferschleims ist wirklich eine feine Sache. Eigentlich bevorzuge ich geröstete Mandeln obenauf, aber Walnüsse tun es natürlich auch. Wer es zudem am Feiertag so richtig dekadent mag, sollte unbedingt in jede Schüssel einen ordentlichen Klacks Vanille(soja)pudding werfen, bevor das Porridge darauf kommt- die Überraschung und Verzückung der brunchenden Gäste ist sicherlich vorprogrammiert. ; )

So, nun denn genießt und zelebriert mal den dritten Advent (Whuuut? Noch kein Geschenk! Argh! Schnappatmung!) und lasst es euch gut gehen. Auf bald! : )

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Schokoladenporridge mit Walnüssen und Granatapfelkernen

Zutaten (für 1 üppige Portion)

1 Tasse (à 240 ml) Pflanzendrink (oder Milch)
1/2 Tasse zarteHaferflocken
1 TL Kakao
1 TL Kokosblütenzucker
1 kleine Handvoll Walnusskerne
Kerne von 1/4 Granatapfel
evtl. 2 EL Vanille(soja)pudding

Zubereitung

Den Pflanzendrink in einen Topf geben und unter Rühren erwärmen. Die Haferflocken einrühren, alles kurz aufkochen lassen und mit Kakaopulver und Kokosblütenzucker vermengen. 10 Minuten quellen lassen, in der Zwischenzeit die Walnusskerne grob hacken und in einer Pfanne ohne Fett rösten. Wer mag, gibt etwas Vanillepudding in eine Schüssel, gibt das Porridge darauf und bewirft das alles mit den Walnuss- und Granatapfelkernen. Ein wenig essbares Goldpulver obenauf sorgt für etwas Glamour und Festlichkeit.

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Spekulatiusgranola

Zutaten (für etwa 500 g Granola)

30 g Öl
130 g Honig
1 Vanilleschote
1 Prise Salz + etwas Zimt
250 g zarte Haferflocken
50 g Mandeln, gestiftet
40 g gepufftes Quiona
100 g Gewürzspekulatiuskekse

Zubereitung

  1. Den Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein tiefes Blech mit Backpapier auslegen. Das Öl zusammen mit dem Honig in einem kleinen Topf unter Rühren erwärmen, die Vanilleschote auskratzen, das Mark zum Honiggemisch geben, ebenso die Schote. Haferflocken mit Mandeln in eine große Schüssel geben.
  2. Wenn das Honiggemisch recht flüssig ist, Salz und Zimt unterrühren und alles zu den Haferflocken geben. Nun mit einer Gabel und einem großen Löffel gut verrühren, bis die Haferflocken und Mandeln alle überzogen sind, dann das Müsli auf das Blech geben und verteilen. Im Ofen 10 – 12 Minuten backen, dabei stets beobachten, wie das Granola aussieht. Wenn es goldbraun ist und leicht duftet, aus dem ofen nehmen, kurz mit einer Gabel durchrühren und abkühlen lassen.
  3. Das abgekühlte Müsli mit Quinoa und grob gehackten Spekulatien vermengen und luftdicht verpacken. Eigent sich sicherlich, in hübsche Gläser gesperrt und entzückend dekoriert, auch als feines kleines Präsent aus der Küche.

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Sauerkraut-Halloumi-Breakfastburger

Zutaten (für 2 Burger)

2 EL Frischkäse, natur
2 EL Senf
1 TL Honig
Salz und Pfeffer
1 großer Apfel
100 g Halloumi
Öl zum Braten
2 runde Brötchen
75 g Frischkäse, natur
etwa 4 EL Sauerkraut (ausm Glas)
Röstzwiebeln

Zubereitung

  1. Für die schnelle Senfsauce Frischkäse, Senf und Honig in einen kleinen Topf geben und unter Rühren erhitzen, bis alles glatt ist. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und abkühlen lassen. Den Apfel waschen, in Ringe schneiden, das Kerngehäuse ausstechen oder -schneiden.
  2. Den Halloumi in dicke Scheiben schneiden (es sollten 4 – 6 Scheiben werden) und in heißem Öl goldbraun braten, dann abtropfen lassen. Die Apfelscheiben im selben Fett von beiden Seiten braten, bis sie weich sind.
  3. Zum Zusammensetzen die Brötchen halbieren und Ober- und Unterhälften mit Frischkäse einstreichen. Einen Klecks Sauce auf die Unterhälften geben, etwas (ausgedrücktes) Sauerkraut darauf platzieren, mit Sauce beträufeln. Nun Halloumi- und schließlich Apfelscheiben auflegen, mit einigen Röstzwiebeln bestreuen und den Deckel auflegen. Mir hat der Burger fast noch besser geschmeckt, als er einen Tag durchgezogen war, aber auch frisch war es ein Genuss.

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Kleine Kekssause: Bananen-Rumkugeln, Schoko-Kokos-Plätzchen und Espresso-Spritzgebäck

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Advent, Advent, das zweite Lichtlein brennt- yeah… Wie die Zeit wieder fliegt und mit gebrannten Mandeln und Kerzenschein um sich wirft, ich komm gar nicht wirklich klar. ; ) Mit der Weihnachtsstimmung ist es floglich auch noch nicht so weit, ich denke mal, ich werde ab morgen die Musik immerzu dudeln lassen, Räuchermännchen um Räuchermännchen inhalieren und mir Teelichtflackern aufs Telefon ziehen, um in Kürze voller Vorfreude auf das Weihnachtsfest, das schöne, zu warten. (Und vielleicht lässt sich der Wetterfrosch ja zu etwas mehr Schnee herab, der ist nämlich ein absoluter Stimmungsgarant, wie ich finde.)

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Für euch zur kleinen Einstimmung und natürlich für die leeren Plätzchendosen habe ich heute jedoch gleich drei fesche Rezepte im Gepäck- eins für bananige Rumkugeln, eins für schokoladige Kekse mit Kokos und eins für Spritzgebäck mit Espressonote und Schokodrizzle-manizzle-popizzle. (Pardon, ich penn hier gleich beim Schreiben ein, zu viel frische Luft! :-D) Alle drei Sorten sind ziemlich easy(-po-peasy), schnell gemacht und dabei soooo lecker. Ich steh ja besonders auf die Rumkugeln, die ich aus meinem liebsten Bananenbrot gezaubert hab, aber das liegt sicher an meiner Liebe zu Rum, äh, Rumaroma, meine ich. :-D

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Die Schoko-Kokos-Kekse sind allerdings auch ein kleiner Knaller, suuuper schokoladig, zart und fein. Die Kokosnote kommt zwar nur leicht durch, aber das kann bei all den Kokosgegnern, die es leider da draußen so gibt, ja auch nicht schaden. Das Espresso-Spritzgebäck ist ebenso von prima Eltern und wenn ich ganz ehrlich sein soll, hab ich ein paar der Schlingel-Kringel mit Karamellcreme gefüllt. Muss nicht sein, aber es darf, oh ja! :-D

So, ich hoffe, euch gefällt meine kleine Kekssause; ich fall gleich neben dem Schlumpfenkind in die Daunen, diese Kälte macht ja wohl entsetzlich müde. Habt es wunderbar gemütlich und auf bald! : )

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Bananen-Rumkugeln

Zutaten (für etwa 20 Rumkugeln, je nach Größe)

140 g Zucker
50 g weiche Butter
1 Prise Salz
1 großes Ei
180 g Mehl
1 TL Backpulver
1 große reife Banane
125 ml Milch
100 g dunkle Kuvertüre
1 Fläschchen Rumaroma
Kakao zum Wälzen

Zubereitung

  1. Den Ofen auf 160°C Umluft vorheizen. Eine kleine Kastenform buttern und mehlen.
  2. Den Zucker mit der Butter und dem Salz schön luftig aufschlagen, das Ei zugeben und unterrühren.
  3. Das Mehl mit dem Natron vermischen und zum Teig sieben, dann gut unterrühren. Die Banane fein zerdrücken und unter die Milch rühren, dann zum Teig geben und verrühren.
  4. Den Teig in die Form geben, glatt streichen und im Ofen ca. 45 – 60 Minuten backen, bis der Kuchen hübsch gebräunt ist und ein Holzstäbchen, das in den Teig gestochen wird, sauber wieder heraus kommt. Den Kuchen komplett abkühlen lassen.
  5. Den Kuchen nun fein zerbröseln und in eine große Schüssel geben. Die Kuvertüre über dem Wasserbad schmelzen lassen, dann nach und nach zu den Kuchenbröseln geben und vermengen, bis eine formbare, aber nicht zu feuchte Masse entstanden ist. Eventuell bleibt etwas Kuvertüre übrig. Nach Geschmack das Rumaroma hinzugeben. Aus der Masse Kugeln formen, im Kakaopulver wälzen und auf einem hübschen Teller anrichten, dort etwas ruhen lassen, dann genießen.

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Schoko-Kokos-Plätzchen

Zutaten (für etwa 50 Stück oder mehr)

75 ml Milch
20 g Butter
25 g Kokosraspel
1 EL Weichweizengrieß
1/2 Päckchen Vanillezucker

125 g weiche Butter
60 g Zucker
1/2 Päckchen Vanillezucker
125 g Mehl
15 g Kakaopulver
2 EL Milch
ggf. Kuvertüre zum Verzieren

Zubereitung

  1. Den Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Blech mit Backpapier auslegen.
  2. Für die Kokosmasse die Milch mit der Butter erhitzen, dann Kokosraspel, Grieß und Vanillezucker einrühren und kurz aufkochen lassen. Masse abkühlen lassen, dann in einen Spritzbeutel mit 8mm-Lochtülle füllen.
  3. Für den Schokoteig die Butter mit dem Zucker und Vanillezucker schaumig schlagen. Das Mehl mit dem Kakao vermengen und abwechselnd mit der Milch zum Buttergemisch geben. Den Teig in einen weiteren Spritzbeutel (ebenso mit einer Lochtülle von etwa 8 mm) füllen.
  4. Auf das Backblech nun Kreise mit dem Schokoteig spritzen, die etwa die Größe von einem 1€-Stück haben. Auf jeden Teigklecks nun mit der Kokosfüllung einen Tropfen spritzen. Die Kekse für etwa 15 Minuten im Ofen backen, heraus nehmen und komplett abkühlen lassen. Eventuell mit geschmolzener Kuvertüre verzieren, ich finde sie aber eigentlich puro naturo doch hübscher.

Quelle: Rezept aus einem weihnachtlichen Rezeptheft von Dr.Oetker (Rezeptsammlung Nr.134).

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Espresso-Spritzgebäck mit Schokoladenüberzug (und Karamellcreme)

Zutaten (für etwa 60 Kringel oder ca. 30 Kekssandwiches)

200 g weiche Butter
100 g Puderzucker
1 Päckchen Vanillezucker
1 Ei
4 TL Instant-Espressopulver
300 g Mehl
3 EL Milch
75 g dunkle Kuvertüre
etwas Kokosfett
eventuell Karamellcreme zum Füllen und Perlen zum Bestreuen

Zubereitung

  1. Den Ofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Zwei Bleche mit Backpapier auslegen.
  2. Die Butter mit dem Puderzucker und Vanillezucker schaumig rühren. Das Ei untermischen. Espressopulver mit Mehl mischen und abwechselnd mit der Milch zum Buttergemisch geben und gut verrühren. Den Teig in einen Spritzbeutel mit Sterntülle füllen.
  3. Nun Teigkringel auf die Bleche spritzen, Größe nach Wunsch. Wer die Kekse hinterher mit Karamellcreme füllen möchte, sollte zu jedem Kringel noch ein passendes Unterteil ohne Loch aufdrappieren (also quasi den Kringel schließen). Die Kekse etwa 8 – 10 Minuten backen, dann komplett abkühlen lassen.
  4. Die Kuvertüre fein hacken und über dem heißen Wasserbad mit etwas Kokosfett (etwa 1 TL) schmelzen. Die Kringel entweder zur Hälfte eintauchen und zurück aufs Backpapier legen oder die Kuvertüre mit einem kleinen Löffel über die Kekse sprenkeln/drizzeln/wie man das auch nennt. Die Kuvertüre fest werden lassen, wer mag, streut vor dem Festwerden noch Perlen auf.
  5. Für Kekssandwiches die Unterteile mit etwas Karamellcreme (und einem Hauch Fleur de Sel, hach!) versehen und einen passenden Kringel obenauf setzen. Die gefüllten Kekse halten sich im Kühlschrank etwa 3 Tage, die ungefüllten sollten in einer Blechdose etwas länger überleben.

Quelle: nach einem Rezept aus der „Lecker Christmas“ aus 2012.

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maike am 04. Dezember 2016 in Kekse, Kleingebäck, Weihnachten

Kleine Waffelsause [vegan, fructosearm]

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Eine kleine Bemerkung zu Beginn: Kürzlich dachte ich noch, dass Hafer glutenfrei ist. Isser aber meist nicht. Deswegen sind diese Waffeln es aktuell auch noch nicht, aber ich bin am Tüfteln und Probieren und habe hoffentlich ganz bald die Lösung gefunden.

So, nach der Adventssause von letztem Sonntag kommen wir also heute zur Waffelparty. Ich bin ja der Meinung, dass Waffeln a) immer gehen, obwohl sie b) irgendwie ganz schön weihnachtlich sind. Letzteres liegt sicher an der Tatsache, dass man Waffeln immer und überall auf dem Weihnachtsmarkt angeboten bekommt und sie deswegen irgendwie diesen festlichen Glamour ausstrahlen. Deswegen passen diese schicken Teigherzchen auch ganz prima zum 3. Advent, wie ich finde.

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Aber wisst ihr eigentlich, was das Beste an der Sause hier ist? Dass diese kleinen Waffeln hier glutenfrei, vegan uuund auch noch fructosefrei sind. So jedenfalls der Plän. Denn auch wenn ich mich ganz gut informiert habe, so bin ich natürlich kein Ernährungs- oder Unverträglichkeitsexperte und kann hier leider für nix garantieren. Fakt ist, dass die Waffeln mit Haferflockenmehl statt mit Weizen zubereitet werden, ihre Süße erhalten sie durch Reissirup und ja, vegan sind sie auch auf alle Fälle. Da bin ich mir nun wieder sicher. ; )

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Nun ist natürlich die Frage- schmeckt das denn überhaupt? Ich würde mal sagen- aber klar, und wie! In erster Linie zwar vor allem ganz schön gesund, was selbstverfreilich überhaupt kein Nachteil ist. Die Chiasamen (Superfoodalaaaarm!) stechen durchaus hervor, was die Herzchen hier aber vor allem nussig schmecken lässt. Ansonsten sind es eben Waffeln, kernig, knusprig, lecker.
Natürlich gehört zu einer Party mehr als nur ein paar Herzen aus Teig. Deswegen habe ich Euch außerdem einen Raffaelloaufstrich (nicht vegan), eine Kakao-Haselnuss-Creme (vegan) und eine Blaubeer-Chia-Marmelade (auch vegan) mitgebracht, allesamt ein Renner für sich.

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Die Raffaellocreme habe ich vor ein paar Jahren schon einmal zusammen gerührt, nach einem Rezept von Himmlische Süßigkeiten. Das Ergebnis damals kam etwas näher an das kleine Cremeglück in den Kullern ganz ohne Schokolade heran, aber auch dieser Aufstrich ist, oh my, wirklich eine Sünde wert. Bei den Zutaten kein Wunder, höhö. Auf noch warmen Waffeln, liebe Leute, ist es kaum zu toppen, könnt ihr glauben.

Die Schoko-Haselnuss-Creme sollte eigentlich ein veganer Nutellaabklatsch werden, ist aber eher eine sehr dunkle Kakaopaste, die herrlich nach gerösteten Nüssen schmeckt. Ich denke mal, wenn man Ahorn- gegen Reissirup tauscht und die Schokolade durch etwas mehr Kakao ersetzt, sollte dieser Aufstrich auch frei von Fruktose sein. Allerdings steck ich da noch nicht so sehr im Thema drin, dass ich es schwören möchte. (Gerade was den Kakao betrifft- gar nicht mal so eindeutig.)

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Finally, die Blaubeer-Chia-Marmelade. Jaja, Chiasamen sind ja inzwischen in aller Munde, kein Wunder, strotzen sie doch nur so vor tollen Inhaltsstoffen. In diesem Fruchtaufstrich dienen sie vor allem für Stabilität, denn sie quellen so hübsch auf. Gesüßt ist das Ganze nur mit etwas Ahornsirup, also gar nicht mal so schlimm. Selbst darauf könnte man verzichten und die Früchtchen nahezu puro naturo verspeisen.

Weil Waffeln mit Aufstrich allein immer noch nicht wirklich fancy schmanzy sind, streut ihr am besten noch diverse Toppings drüber: Zuckerstreusel, karamellisierte Walnüsse, Kakaonibs, Butterstreusel, kleine Marshmallows… Eure Waffeln, eure Party!

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Ich muss ja zugeben, dass für die armen Menschlein, die Probleme mit Fructose haben, hier gar nicht mal so viel dabei ist. Die Waffeln immerhin, wenn ich keinen Murks gemacht habe. Aber vielleicht kennt ihr ja selber ein Rezept, das diese Wäffelchen krönen könnte oder ihr verspeist sie ganz einfach so. Mit etwas Schlagsahne zum Beispiel, mei, das wäre doch was!

So. Da ich nun eigentlich grad gar keine Zeit für aufwendiges Getippe habe (aaaah, nur noch 11 Tage, aaah!), schicke ich euch die Rezepte teilweise im Link. Ich denke mal, das ist okay. ; ) Habt ihr auf jeden Fall einen ganz wunderbaren Adventssonntag und lasst es euch ganz prächtig ergehen!

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Vegane, glutenfrei und fructosearme Waffeln

Zutaten (für etwa 3 Herzwaffeln)

80 g weiches Avocadofruchtfleisch
etwa 80 g Reissirup (mehr oder weniger nach Geschmack)
125 g Haferflocken
1 TL glutenfreies Backpulver
135 g Hafermilch ohne Zuckerzusatz
2 EL Chiasamen + 6 EL kaltes Wasser

Zubereitung

  1. Die Avocado fein zerdrücken und mit dem Reissirup verrühren. Die Haferflocken in der Moulinette zu feinem Mehl verarbeiten, dann mit dem Backpulver vermischen. Mehlmischung zusammen mit der Hafermilch zur Avocado geben, gut verrühren.
  2. Die Chiasamen mit dem Wasser verquirlen und 10 Minuten quellen lassen. Unter den Teig rühren. Im heißen und leicht gefetteten Waffeleisen portionsweise ausbacken. Dabei bloß nicht zu neugierig sein. Wenn das Eisen zu früh geöffnet wird, klebt der Teig oben fest und das ist gar nicht feini feini. Ich spreche da aus Erfahrung. Also einfach ein bisschen warten und dann erst nach dem Fortschritt gucken. ; )

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Blaubeer-Chia-Marmelade

Zutaten (für ein kleines Glas)

100 g tiefgekühlte Blaubeeren, aufgetaut
etwas Ahornsirup
1 EL Chiasamen

Zubereitung

  1. Die Blaubeeren fein zerdrücken oder pürieren. Eventuell mit Ahornsirup nach Geschmack süßen.
  2. Die Chiasamen unterrühren, dann die Fruchtpaste in ein ausgekochtes Glas füllen. Über Nacht im Kühlschrank quellen lassen und innerhalb der nächsten 2 Tage verzehren.

Das Rezept zum Raffaelloaufstrich findet ihr auf essen-und-trinken.de.

Das Rezept zur veganen Kakao-Haselnuss-Creme findet ihr auf Liebesbotschaft.

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maike am 13. Dezember 2015 in Frühstück/Brunch, Vegan

Kleine Adventssause: Zebraplätzchen, Maissuppe und Schoko-Vanille-Chai

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Heute tische ich mal so richtig auf, denn der Advent soll ja schließlich köstlich begangen werden. Deswegen habe ich nicht nur abartig leckere (ja, dieser Ausdruck musste hier sein, wirklich!) Kekse im Streifenponylook für Euch, sondern auch eine rauchige Maissuppe und heißen Chai mit Kakao und bester Vanille. Also sowohl für die durstigen, als auch die herzhaften Typen ist was dabei und für die Süßschnäbel sowieso.

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Zuerst mal zu den Keksen. Der Wahnsinn. Der Butterhimmel. Ich könnt sie alle auf einmal futtern. Denn zwischen irrsinnig buttrigen Teigschichten mit Kakao und Vanille haben sich auch noch karamellisierte Walnüsse versteckt, ich sag es Euch, es geht kaum besser. Tatsächlich erinnern die Kekse geschmacklich ein bisschen an die famose Butter-Walnuss-Torte (Warning, old and horrible photos ahead!), die ich ja eh zu meinen Favoriten hier zähle. Wirklich wahr, sooo gut sind die Plätzchen!

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Die Maissuppe (yay, die is sogar vegan!) ist aber auch nicht von schlechten Eltern, das muss man ja sagen. Erinnert sie optisch auch mehr an … na ja, bereits verzehrte Gerichte (Pardon!), so schmeckt sie feinst nach rauchigem Tofu und süßem Mais. Bei uns gab es arg knuspriges Knoblauchbaguette dazu, denn die Kombination von Mais und Knoblauch gefällt mir inzwischen superdruper gut. (Besser noch ist eine gebräunte Knobibutter zu gegrillten Maiskolben- oooh myyyy!) Wenn Ihr die Suppe so oder so ähnlich auch mal köchelt, lasst euch nicht von der Optik abschrecken, sie schmeckt tatsächlich sehr fein.

Ach ja, kurz an dieser Stelle: Ich weiß, dass eine Maissuppe im Winter irgendwie komisch ist. Und dass Dosenmais nicht die wertvollste Zutat ist, weiß ich erst recht. Aber so als Soulfood ist das Süppchen hier wirklich ganz hervorragend, das könnt ihr glauben. ; )

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Und zum Schluss das Teegetränk- nun, wer Chai mag, der wird diesen hier ebenso mögen oder gar lieben. Zu den wichtigen Gewürzen Kardamom, Zimt, Nelken und Anis kommen ein Hauch Vanille und ein Löffelchen Kakao, das passt ganz famos zu Milch und schwarzem Tee. Ein Häubchen aus Schaum ist für mich das perfekte .. äh.. Finish (was’n Wort…), aber auch ohne heizt der Chai ganz prima ein.

Hach ja, wenn ich das so sehe, krieg ich schon wieder Lust auf eine kleine Adventssause… Zum Glück sind noch ein paar Kekse da, hab ja keinem erzählt, wo ich sie versteckt habe. Höhö. :-D

Habt den allerallerschönsten und weltgemütlichsten 2. Advent, ihr lieben Menschen! : )

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Zebraplätzchen mit karamellisierten Walnüssen

Zutaten (für etwa 30 Stück)

150 g Vollkorndinkelmehl
150 g Dinkelmehl
100 g Rohrohrzucker
1 Prise Salz
das Mark von 1 Vanilleschote
1 Ei
200 g Butter, zimmerwarm
2 gestrichene EL Kakao + 2 EL Dinkelmehl
100 g Zucker
2 EL Wasser
100 g Walnüsse

Zubereitung

  1. Für den Teig beide Mehlsorten, den Rohrohrzucker, Salz, Vanillemark, Ei und Butter zu einem glatten, aber leicht klebrigen Teig verkneten. Den Teig halbieren und unter die eine Hälfte den Kakao, unter die andere Hälfte das Mehl mengen. Beide Teige in Frischhaltefolie wickeln und etwa 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.
  2. Für den Krokant die 100 g Zucker mit dem Wasser in einen Topf geben. Bei mittlerer Hitze den Zucker erst schmelzen und dann karamellisieren lassen, bis er goldbraun ist. Sofort von der Herdplatte nehmen und die Walnüsse darin schwenken. Die mit Karamell überzogenen Nüsse auf ein Stück Backpapier gben und abkühlen lassen. Dann grob hacken.
  3. Den Ofen auf 180°C vorheizen, ein Blech mit Backpapier auslegen. Die Teige aus dem Kühlschrank nehmen und zu Rechtecken ausrollen. Aus jedem Rechteck etwa 9 Streifen schneiden. Nun einen hellen Streifen auf einen dunklen legen (oder anders herum, je nach Optikwunsch) und darauf ein paar karamellisierte Nüsse streuen. Wieder einen dunklen, dann einen hellen Streifen auflegen, abermals mit Krokant belegen. Noch einmal einen dunklen und dann einen hellen Streifen auflegen. Dieses Schichtwerk nun vorsichtig zusammendrücken und mit einem scharfen Messer in etwa 10 Stücke schneiden. Die Kekse nun aufs Blech legen. Mit den restlichen Teigstreifen genau so verfahren, jeweils drei helle und drei dunkle Streifen benutzen.
  4. Die Kekse im Ofen etwa 20 Minuten backen, dann abkühlen lassen. In einer Dose lagern und innerhalb einer Woche wegknuspern.

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Maissuppe

Zutaten (für 4- 6 Personen)

1 Zwiebel
200 g Räuchertofu
etwas Öl
4 Dosen Mais (à 400 g)
Wasser zum Aufgießen
Salz, Pfeffer

Zubereitung

  1. Die Zwiebel schälen und fein würfeln. Den Tofu in kleine Würfel schneiden. Beides in eiem großen Topf mit etwas Öl hübsch anbraten. Den Inhalt aller 4 Maisdosen hinzufügen und mit anschwitzen. Mit Wasser ablöschen, dass alles geradeso bedeckt ist. Gut salzen und pfeffern. Etwa 10 Minuten kochen lassen.
  2. Die Suppe nach Belieben pürieren. Wer es gern cremig mag, streicht es nach laaaanger Pürierezeit durch ein Sieb. Wir haben es eher als Eintopf gegessen, war sehr passend. Etwas Knoblauchbaguette dazu servieren, wer mag.

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Schoko-Vanille-Chai

Zutaten (für 4 Personen)

800 ml Milch (oder Pflanzendrink)
2 Vanilleschoten
4 Kardamomkapseln
2 Nelken
1 Sternanis
1 TL Zimt
4 Teebeutel schwarzer Tee
800 ml kochendes Wasser
4 TL Kakaopulver (also, pur)

Zubereitung

  1. Am besten am Vortag die Gewürzmilch ansetzen: Dafür die Milch in einen Topf geben, die Vanilleschoten aufschlitzen und das Mark herauskratzen, sowohl Schote als auch Mark in die Milch geben. Die restlichen Gewürze hinzufügen und abgedeckt über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen. Am nächsten Tag Gewürze und Vanilleschoten entfernen.
  2. Die Teebeutel im kochenden Wasser 5 Minuten ziehen lassen, dann heraus nehmen. Die Gewürzmilch vorsichtig erhitzen, dann das Kakaopulver einrühren.
  3. Den Tee auf 4 große Tassen verteilen, dann die Schoko-Gewürz-Milch darauf gießen. Eventuell mit etwas Milchschaum krönen.

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maike am 06. Dezember 2015 in Herzhaftes, Vegan, Weihnachten

Foodchallenge im November: Handbrot mit Walnüssen und Trauben

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Christmas is coming… Und das sogar sehr bald! Deswegen wird es auch für uns Görlies von der Foodchallenge Zeit, in feierliche Stimmung zu kommen und das geht natürlich am besten mit einem Schlenker durch die geschmückte und funkelnde Innenstadt. Ich präsentiere also unser diesmonatiges Thema: Klassiker vom Weihnachtsmarkt.

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Nur ist es ja so, dass Klassiker nicht wirklich meinen Interessen entsprechen. Klar ess ich sehr gern einen guten Marmorkuchen und bin der Meinung, dass nix über Milchreis geht (das nennt man doch klassisch, wa?), aber ich steh doch mehr auf neue Entdeckungen und Geschmäcker. Deswegen hab ich mir so jedacht- nimm ein Handbrot, pack was Kuhles rein und schwupps, hab ich die Kriterien erfüllt und mir zudem einen leckeren Schmaus bereitet.

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Handbrot- kennt ihr das? Falls nicht- das kriegt man bei uns in Leipzig an dem Stand auf dem Weihnachtsmarkt, wo die längste Schlange steht. Deswegen hab ich es dort auch noch nie gekauft, aber selbstverfreilich schon gegessen. Weiches, warmes Brot mit käsiger Füllung, oh my, das klingt doch ganz formidabel. Um es etwas meinen Wünschen anzupassen, hab ich den Gouda noch um Traubenfrischkäsecreme und geröstete Walnüsse ergänzt. Dazu gabs natürlich ganz klassisch Schmand mit Schnittilauch, ich sag’s euch, einfach prima.

Nun lasst uns aber mal sehen, was die anderen Ladies vom Weihnachtsmarkt mitgebracht haben:

challenge Bei Jasmin gibt es saftige Rumkugeln für den süßen Schwipps. Maria hat heute heißen Backfisch mit Remoulade im Gepäck und Liv spießt leckere Schokobananen auf. Na, da wenn das mal nicht tolle Klassiker vom Weihnachtsmarkt sind!

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Handbrot mit Walnüssen und Trauben

Zutaten (für 6 Stück)

250 g Vollkorndinkelmehl
250 g Weizenmehl
1 Päckchen Trockenhefe
1 TL Salz
300 – 350 ml lauwarmes Wasser
200 g Frischkäse, natur
200 g frische Trauben
50 g Walnusskerne
200 g Gouda, gerieben
200 g Schmand
ein halbes Bund Schnittlauch
Pfeffer, Salz

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Zubereitung

  1. Beide Mehlsorten, Trockenhefe und Salz in eine Schüssel geben, dann erst mal 300 ml lauwarmes Wasser zufügen, nach Bedarf noch etwas mehr Wasser zugeben, bis ein glatter, nicht klebriger Teig entstanden ist. Abgedeckt etwa eine Stunde an einem warmen Ort gehen lassen.
  2. Inzwischen die Füllung vorbereiten. Den Frischkäse in einer Schüssel glatt rühren, die Trauben waschen und abtrocknen, dann vierteln. Unter den Frischkäse rühren, etwas salzen und pfeffern. Die Walnusskerne ohne Fett rösten, dann fein hacken.
  3. Den Ofen auf 250°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Den Teig mit etwas Mehl zu einem langen Rechteck ausrollen. Den Teig mit dem Frischkäse bestreichen, dabei recht viel Platz zu den Rändern lassen. Die gehackten Walnüsse darüber streuen und mit dem geraspelten Käse toppen.
  4. Die langen Seiten nun zur Mitte schlagen, die kurzen Enden zusammen falten. Den Brotlaib umdrehen, so dass die Nähte unten liegen. Nun vorsichtig 5 Kerben mit einem Messer in den Teig drücken, dabei aber nicht zu tief gehen, es sollen nur die Brotstücke angedeutet werden.
  5. Jedes Stück nun einmal diagonal so tief einschneiden, dass die Füllung sichtbar ist. Den Ofen nun auf 230°C herunter drehen, das Brot auf ein Blech mit Backpapier legen und eine Schüssel mit Wasser daneben stellen. Das Blech in den Ofen schieben und für etwa 20 Minuten backen, bis es hübsch gebräunt ist.
  6. Den Schmand mit den klein gehackten Schnittlauchröllchen vermischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Das fertige Brot den Einkerbungen nach schneiden und mit dem Dip servieren.

Quelle: abgewandelt nach kaffeeundcupcakes.de

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maike am 29. November 2015 in Challenge, vegetarisch